Reh
Rehfleisch ist eine magere Proteinquelle mit nur 2% Fett und 22% Eiweiß – deutlich fettärmer als Rind (8-15% Fett) oder Schwein (20-25% Fett).
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Rehfleisch ist eine magere Proteinquelle mit nur 2% Fett und 22% Eiweiß – deutlich fettärmer als Rind (8-15% Fett) oder Schwein (20-25% Fett).
Der niedrige Fettgehalt macht Reh zur ersten Wahl bei übergewichtigen Hunden oder solchen mit Pankreatitis. Gleichzeitig liefert es alle essentiellen Aminosäuren für Muskelerhalt und -aufbau.
Warum ist Rehfleisch bei Allergikern so erfolgreich?
Reh gilt als „Novel Protein“ – ein Fleisch, das die meisten Hunde noch nie gefressen haben. Ihr Immunsystem hat daher keine Antikörper dagegen entwickelt.
Während 40% der futterallergischen Hunde auf Huhn reagieren und 25% auf Rind, sind Reaktionen auf Rehfleisch extrem selten. Das macht es zur Basis vieler Ausschlussdiäten.
Welche Nährstoffe stecken in 100g rohem Rehfleisch?
Die Nährstoffdichte von Rehfleisch übertrifft die meisten Haustierproteine:
- Protein: 22g (entspricht dem täglichen Bedarf eines 10kg-Hundes)
- Eisen: 3,2mg (doppelt so viel wie in Huhn)
- B12: 2,8μg (dreimal höher als Rind)
- Zink: 3,1mg (unterstützt Wundheilung und Fellqualität)
- Selen: 15μg (antioxidative Wirkung)
Der hohe B12-Gehalt ist besonders für ältere Hunde wertvoll, da ihre Aufnahmefähigkeit nachlässt.
Wie viel Rehfleisch verträgt mein Hund?
Die Fütterungsmenge richtet sich nach Körpergewicht und Aktivität:
- 5-10kg: 40-60g pro Tag
- 10-25kg: 80-120g pro Tag
- 25-40kg: 150-200g pro Tag
- Über 40kg: 220-280g pro Tag
Diese Mengen gelten als Hauptmahlzeit, nicht als Leckerli. Bei Gewichtsreduktion die Menge um 20% reduzieren.
Roh oder gekocht – was ist sicherer?
Rohes Rehfleisch aus Jagd oder kontrollierten Quellen ist unbedenklich. Wild lebt ohne Antibiotika und Hormone, die Parasitenbelastung ist geringer als bei Nutztieren.
Kritisch wird es bei Fleisch unbekannter Herkunft. Gekochtes Reh bei 70°C für 10 Minuten tötet potentielle Erreger ab – der Nährstoffverlust ist minimal.
Rehknochen nur roh füttern. Gekocht werden sie brüchig und können den Darm verletzen.
Was passiert bei Unverträglichkeit?
Echte Rehfleisch-Allergien sind extrem selten. Symptome wie Durchfall oder Erbrechen nach der ersten Fütterung deuten meist auf zu große Mengen hin.
Starte mit 20-30g und steigere über eine Woche. Bei anhaltenden Problemen trotz kleiner Mengen liegt möglicherweise eine andere Ursache vor.
Kann ich Rehfleisch dauerhaft füttern?
Reh allein deckt nicht alle Nährstoffbedürfnisse ab. Es fehlen Kalzium, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren.
Als 30-40% der Fleischration ist Reh ideal. Kombiniert mit anderen Proteinquellen und Gemüse entsteht eine ausgewogene Rohfütterung.
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