Wiki · Gesundheit & Pflege

Uvea (Mittlere Augenhaut)

2 Min Lesezeit
Uvea (Mittlere Augenhaut)
Definition

Die Uvea ist die mittlere der drei Augenschichten beim Hund und sitzt zwischen der äußeren Lederhaut und der inneren Netzhaut.

Inhalt
  1. Welche Teile gehören zur Uvea?
  2. Was passiert bei einer Uvea-Entzündung?
  3. Wann muss ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Die Uvea ist die mittlere der drei Augenschichten beim Hund und sitzt zwischen der äusseren Lederhaut und der inneren Netzhaut. Als gefässreiche Schicht versorgt sie das Auge mit Blut und steuert den Lichteinfall – eine Entzündung hier kann zur Erblindung führen.

Welche Teile gehören zur Uvea?

Die Uvea setzt sich aus drei zusammenhängenden Bereichen zusammen, von denen jeder eine eigene Funktion übernimmt.

Die Iris – der farbige Augenring um die Pupille – reguliert durch Muskelkontraktion den Lichteinfall. Bei Hunden ist sie meist braun, kann aber je nach Genetik auch blau oder mehrfarbig sein.

Der Ziliarkörper produziert das Kammerwasser und enthält Muskeln, die die Linsenform verändern. Beim Hund ist diese Akkommodation weniger ausgeprägt als beim Menschen.

Die Aderhaut liegt direkt unter der Netzhaut und durchzieht sie mit einem dichten Gefässnetz. Sie transportiert Sauerstoff und Nährstoffe – ohne sie stirbt die Netzhaut ab.

Was passiert bei einer Uvea-Entzündung?

Eine Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut und eine der schmerzhaftesten Augenerkrankungen beim Hund. Das Auge tränt stark, die Pupille verengt sich krampfhaft und der Hund kneift das Auge zusammen oder reibt daran.

Auslöser sind oft Infektionen (Bakterien, Viren, Pilze), Autoimmunreaktionen oder Verletzungen. Bei manchen Rassen wie Akita Inu oder Siberian Husky tritt die Erkrankung gehäuft auf – die Genetik gilt dabei als wesentlicher Faktor.

Unbehandelt kann eine Uveitis innerhalb weniger Tage zu dauerhafter Erblindung führen. Der Augeninnendruck steigt, die Linse trübt sich ein und die Netzhaut löst sich ab.

Wann muss ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Ist das Auge gerötet und tränt, kneift der Hund es zu oder reibt sich daran, benötigst du sofort tierärztliche Hilfe. Gleiches gilt, wenn die Pupille nicht mehr normal auf Licht reagiert oder ungewöhnlich klein bleibt.

Der Tierarzt untersucht das Auge mit einer Spaltlampe und misst den Augeninnendruck. Zur Ursachenabklärung können Blutuntersuchungen notwendig sein.

Die Behandlung umfasst in der Regel entzündungshemmende Augentropfen und Schmerzmittel. Bei bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika hinzu – die Therapie kann mehrere Wochen dauern.