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Uterus

Der Uterus (Gebärmutter) ist das zentrale Fortpflanzungsorgan der Hündin, bestehend aus einem Gebärmutterkörper und zwei langen Hörnern, in denen sich die Welpen entwickeln.

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Inhalt
  1. Wie ist der Uterus bei Hündinnen aufgebaut?
  2. Was passiert während der Trächtigkeit im Uterus?
  3. Welche Uteruserkrankungen kommen bei Hündinnen vor?
  4. Wie erkennt man Probleme mit der Gebärmutter?
  5. Wann ist eine Kastration die beste Lösung?
  6. Wie verläuft die Behandlung bei Uteruserkrankungen?

Wie ist der Uterus bei Hündinnen aufgebaut?

Die Gebärmutter der Hündin unterscheidet sich deutlich vom menschlichen Uterus. Sie besteht aus einem kurzen zentralen Körper (Corpus uteri) und zwei Hörnern (Cornua uteri), die sich Y-förmig zu den Eierstöcken erstrecken.

Diese Hornstruktur erklärt, warum Hündinnen Mehrlingsgeburten haben, die befruchteten Eizellen verteilen sich auf beide Hörner. Die Gebärmutterwand besteht aus einer dicken Muskelschicht (Myometrium) und einer Schleimhaut (Endometrium), die sich je nach Zyklusphase verändert.

Was passiert während der Trächtigkeit im Uterus?

Die Geburt beendet die Trächtigkeit 64 bis 66 Tage nach dem LH-Gipfel, dem hormonellen Startpunkt des Zyklus. Vom Deckdatum aus gerechnet schwankt die Dauer deshalb.

Während dieser Zeit bildet sich die Plazenta, die den Austausch von Nährstoffen, Sauerstoff und Abfallprodukten zwischen Mutter und Welpen ermöglicht. Bei der Geburt ziehen sich die Gebärmuttermuskeln rhythmisch zusammen und befördern die Welpen durch den Geburtskanal.

Welche Uteruserkrankungen kommen bei Hündinnen vor?

Pyometra ist die gefährlichste Uteruserkrankung. Die zugrundeliegende Schleimhautveränderung tritt typischerweise bei älteren oder mittelalten unkastrierten Hündinnen auf, nachdem sie einen oder mehrere nicht tragende Zyklen hatten.

Die Erkrankung ist progesterongesteuert und beginnt im Diöstrus, der Phase nach der Läufigkeit, die ohne Trächtigkeit zwei bis drei Monate dauert. Eine geschlossene Pyometra, ohne sichtbaren Ausfluss, ist besonders heimtückisch, da sie oft erst spät erkannt wird.

Wie erkennt man Probleme mit der Gebärmutter?

Warnsignale sind vermehrtes Trinken und Wasserlassen, Abgeschlagenheit, Fieber und bei offener Pyometra eitriger Vaginalausfluss. Manche Hündinnen zeigen auch Erbrechen oder einen aufgeblähten Bauch.

Der Tierarzt diagnostiziert Uteruserkrankungen meist durch Ultraschall, der Flüssigkeitsansammlungen oder Verdickungen der Gebärmutterwand zeigt. Blutuntersuchungen decken Entzündungszeichen auf, erhöhte weisse Blutkörperchen oder veränderte Organwerte.

Wann ist eine Kastration die beste Lösung?

Die Kastration entfernt Eierstöcke und Gebärmutter und ist die empfohlene Behandlung der Pyometra, ausser die Hündin soll ausdrücklich noch in die Zucht.

Bei akuter Pyometra ist die Notfall-Kastration oft lebensrettend. Der Eingriff entfernt sowohl Eierstöcke als auch die Gebärmutter und beendet damit das Erkrankungsrisiko dauerhaft. Viele Tierärzte empfehlen die Kastration auch gesunden älteren Hündinnen als Vorsorgemassnahme.

Wie verläuft die Behandlung bei Uteruserkrankungen?

Eine breit wirksame antibiotische Behandlung ist in jedem Fall nötig und wird schon bei der Erstuntersuchung begonnen. Eine erhaltende Behandlung kommt nur infrage, wenn die Hündin ausdrücklich weiter züchten soll; die Pyometra tritt danach häufig im nächsten Diöstrus erneut auf.