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Uterus

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Uterus
Definition

Der Uterus (Gebärmutter) ist das zentrale Fortpflanzungsorgan der Hündin, bestehend aus einem Gebärmutterkörper und zwei langen Hörnern, in denen sich die Welpen entwickeln.

Inhalt
  1. Wie ist der Uterus bei Hündinnen aufgebaut?
  2. Was passiert während der Trächtigkeit im Uterus?
  3. Welche Uteruserkrankungen kommen bei Hündinnen vor?
  4. Wie erkennt man Probleme mit der Gebärmutter?
  5. Wann ist eine Kastration die beste Lösung?
  6. Wie verläuft die Behandlung bei Uteruserkrankungen?

Der Uterus (Gebärmutter) ist das zentrale Fortpflanzungsorgan der Hündin, bestehend aus einem Gebärmutterkörper und zwei langen Hörnern, in denen sich die Welpen entwickeln.

Wie ist der Uterus bei Hündinnen aufgebaut?

Die Gebärmutter der Hündin unterscheidet sich deutlich vom menschlichen Uterus. Sie besteht aus einem kurzen zentralen Körper (Corpus uteri) und zwei etwa 10-15 cm langen Hörnern (Cornua uteri), die sich Y-förmig zu den Eierstöcken erstrecken.

Diese Hornstruktur erklärt, warum Hündinnen Mehrlingsgeburten haben – die befruchteten Eizellen verteilen sich auf beide Hörner. Die Gebärmutterwand besteht aus einer dicken Muskelschicht (Myometrium) und einer Schleimhaut (Endometrium), die sich je nach Zyklusphase verändert.

Was passiert während der Trächtigkeit im Uterus?

Nach der Befruchtung wandern die Eizellen etwa 10-12 Tage durch die Eileiter, bevor sie sich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Die Trächtigkeit dauert durchschnittlich 63 Tage.

Während dieser Zeit bildet sich die Plazenta, die den Austausch von Nährstoffen, Sauerstoff und Abfallprodukten zwischen Mutter und Welpen ermöglicht. Bei der Geburt ziehen sich die Gebärmuttermuskeln rhythmisch zusammen – ausgelöst durch das Hormon Oxytocin – um die Welpen durch den Geburtskanal zu befördern.

Welche Uteruserkrankungen kommen bei Hündinnen vor?

Pyometra ist die gefährlichste Uteruserkrankung. Diese eitrige Gebärmutterentzündung tritt bei etwa 25% aller unkastrierten Hündinnen im Laufe ihres Lebens auf, besonders nach dem vierten Lebensjahr.

Die Erkrankung entwickelt sich meist 4-8 Wochen nach der Läufigkeit, wenn der erhöhte Progesteronspiegel die Gebärmutterschleimhaut verdickt und anfällig für Bakterien macht. Eine geschlossene Pyometra – ohne sichtbaren Ausfluss – ist besonders heimtückisch, da sie oft erst spät erkannt wird.

Weitere ernsthafte Erkrankungen sind Gebärmutterprolaps (Vorfall der Gebärmutter durch die Vagina), Metritis (Entzündung nach der Geburt) und Uterustumoren, die bei älteren Hündinnen auftreten können.

Wie erkennt man Probleme mit der Gebärmutter?

Warnsignale sind vermehrtes Trinken und Wasserlassen, Abgeschlagenheit, Fieber und bei offener Pyometra eitriger Vaginalausfluss. Manche Hündinnen zeigen auch Erbrechen oder einen aufgeblähten Bauch.

Der Tierarzt diagnostiziert Uteruserkrankungen meist durch Ultraschall, der Flüssigkeitsansammlungen oder Verdickungen der Gebärmutterwand zeigt. Blutuntersuchungen decken Entzündungszeichen auf – erhöhte weiße Blutkörperchen oder veränderte Organwerte.

Wann ist eine Kastration die beste Lösung?

Eine Kastration vor der ersten Läufigkeit reduziert das Pyometra-Risiko auf nahezu null. Nach der ersten Läufigkeit sinkt der Schutzeffekt, bleibt aber deutlich.

Bei akuter Pyometra ist die Notfall-Kastration oft lebensrettend. Der Eingriff entfernt sowohl Eierstöcke als auch die Gebärmutter und beendet damit das Erkrankungsrisiko dauerhaft. Viele Tierärzte empfehlen die Kastration auch gesunden älteren Hündinnen als Vorsorgemaßnahme.

Wie verläuft die Behandlung bei Uteruserkrankungen?

Die Kastration unter Vollnarkose ist der Goldstandard bei Pyometra und anderen schweren Gebärmuttererkrankungen. Der Eingriff dauert 45-90 Minuten, je nach Zustand der Hündin.

Bei milden Entzündungen kann eine Antibiotikabehandlung ausreichen. Diese konservative Therapie birgt jedoch das Risiko eines Rückfalls und ist nur bei Zuchthündinnen mit besonderen Umständen eine Option.