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TTA – Tibial Tuerosity Advancement

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TTA – Tibial Tuerosity Advancement
Definition

TTA (Tibial Tuberosity Advancement) ist eine Operationsmethode bei Kreuzbandriss, bei der der Schienbeinhöcker versetzt wird, um das Kniegelenk ohne intaktes Kreuzband zu stabilisieren.

Inhalt
  1. Was passiert bei einer TTA eigentlich im Knie?
  2. Was kostet eine TTA beim Hund?
  3. Wie lange dauert die Heilung nach der TTA?
  4. Welche Risiken gibt es?
  5. Für welche Hunde ist die TTA am besten geeignet?

Was passiert bei einer TTA eigentlich im Knie?

TTA steht für Tibial Tuberosity Advancement – klingt sperrig, ist aber im Kern eine elegante Idee: Der Chirurg verlagert den Schienbeinhöcker ein Stück nach vorn. Damit dreht sich die Zugrichtung der Kniescheibensehne so, dass das Gelenk auch ohne funktionierendes Kreuzband stabil bleibt. Der Eingriff dauert rund 90 Minuten, immer unter Vollnarkose.

Das gerissene Kreuzband selbst bleibt dabei im Knie – es wird nicht entfernt. Es spielt schlicht keine Rolle mehr, weil die veränderte Biomechanik seine Aufgabe übernimmt. Eine Titanplatte mit Schrauben hält den versetzten Knochenbereich dauerhaft an seinem neuen Platz.

Was kostet eine TTA beim Hund?

Die Gesamtrechnung landet in der Regel irgendwo zwischen 1.800 und 3.500 Euro – pro Knie. Darin stecken die Voruntersuchung mit Röntgen, die eigentliche OP, der Klinikaufenthalt und die ersten Nachkontrollen. Große Hunde zahlen drauf, weil sie größere Implantate brauchen.

Wer einen Hund hat, bei dem beide Knie betroffen sind – und das ist laut Erfahrungsberichten aus Tierkliniken bei rund 60 Prozent der Fälle so –, muss die Kosten grob verdoppeln. Die zweite OP wird meist drei bis sechs Monate nach der ersten geplant, damit das erste Bein in Ruhe heilen kann.

Wie lange dauert die Heilung nach der TTA?

Die ersten acht Wochen sind die härtesten – für den Hund, aber ehrlich gesagt auch für das Frauchen oder den Herrchen. Kurze Leine, maximal fünf Minuten am Stück draußen, kein Toben, keine Treppen, kein Herumspringen. Das klingt streng, und das ist es auch: Verrutscht das Implantat in dieser Phase, ist eine zweite Operation fällig.

Nach acht Wochen folgt ein Kontroll-Röntgen. Zeigt der Knochen, dass er ordentlich zusammengewachsen ist, darf man behutsam anfangen aufzubauen – zehn Minuten Leine, später kontrolliertes Freilaufen auf ebenem Gelände. Die meisten Hunde sind nach vier bis fünf Monaten wieder voll belastbar.

Welche Risiken gibt es?

Infektionen kommen vor – bei etwa fünf Prozent der Eingriffe, wenn man den vorliegenden Klinikdaten glaubt. Dann ist meist eine zweite OP nötig, um das Implantat zu reinigen. Seltener, aber auch möglich: Das Implantat lockert sich, der Knochen heilt langsamer als erwartet, oder es kommt zu einer Verletzung des Wadenbeinmuskels.

Das Alter des Hundes macht einen echten Unterschied. Bei Hunden über acht Jahren verläuft die Heilung träger, und das Komplikationsrisiko steigt spürbar. Bei sehr alten Tieren oder solchen mit schweren Vorerkrankungen raten viele Chirurgen offen davon ab – dann lohnt sich ein ehrliches Gespräch über Alternativen.

Für welche Hunde ist die TTA am besten geeignet?

Am meisten profitieren aktive Hunde im mittleren Gewichtsbereich – grob gesagt zwischen 20 und 50 Kilogramm. Wer einen Hütehund, einen Retriever oder einen Windhund hat, der viel springt und rennt, ist mit der TTA oft besser bedient als mit anderen Methoden.

Bei kleinen Hunden unter 15 Kilogramm ist die TPLO häufig die unkompliziertere Wahl. Und bei wirklichen Riesen über 60 Kilogramm kann die TTA-Platte schlicht zu klein ausfallen – auch dort gilt dann die TPLO als Goldstandard. Es ist also kein Allheilmittel, aber für den richtigen Hund ein sehr gutes eines.