Triglyzeride
Triglyzeride sind die häufigste Form von Fetten in Hundefutter und bestehen aus drei Fettsäuren, die an ein Glycerin-Molekül gebunden sind.
Inhalt
Diese Fette liefern deinem Hund die doppelte Energiemenge von Kohlenhydraten oder Proteinen, neun Kilokalorien pro Gramm statt vier. Gleichzeitig transportieren sie fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) und bilden essenzielle Fettsäuren, die der Hundekörper nicht selbst produzieren kann.
Welche Arten von Triglyzeriden gibt es im Hundefutter?
Gesättigte Triglyzeride erkennst du daran, dass sie bei Raumtemperatur fest sind, wie Rindertalg oder Kokosfett. Sie liefern Energie, aber keine essenziellen Fettsäuren. Bei Hunden mit Pankreatitis-Neigung können sie Probleme verursachen, da sie schwerer verdaulich sind.
Ungesättigte Triglyzeride bleiben bei Zimmertemperatur flüssig. Fischöl, Leinöl und Geflügelfett enthalten diese Fette. Aus ihnen gewinnt dein Hund Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren für gesunde Haut, glänzendes Fell und funktionierende Gelenke.
Wann werden Triglyzeride zum Problem?
Eine allgemeine Fettgrenze, ab der Hunde Durchfall bekommen, gibt es nicht. In einem Fütterungsversuch bekamen acht Beagles Rationen mit 32 bis 47 Prozent Fett in der Trockenmasse, die Kotbeschaffenheit veränderte sich nicht, die Verdaulichkeit stieg sogar. Einzelne Hunde reagieren trotzdem empfindlich auf fettreiches Futter; das ist eine Frage des einzelnen Tieres, keine Schwelle, die sich in Prozent angeben liesse. Anders liegt der Fall bei akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung: Dort wird fettreduziert gefüttert, und die Fachliteratur rechnet dafür nicht in Prozent, sondern je 1000 Kilokalorien. Das MSD Veterinary Manual nennt hier weniger als 20 Gramm Fett je 1000 Kilokalorien.
Ranzige Fette erkennst du am säuerlichen oder fischigen Geruch des Futters, auch wenn es kein Fischfutter ist. Sie entstehen durch Oxidation und können Verdauungsprobleme verursachen.
Wie erkenne ich hochwertige Triglyzeride im Futter?
Gute Futterhersteller benennen die Fettquelle konkret: „Hühnerfett“ statt „tierische Fette“. Lachsöl oder Leinöl in der Zutatenliste zeigen, dass der Hersteller auf essenzielle Fettsäuren achtet.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum sollte mindestens sechs Monate in der Zukunft liegen. Fette werden mit der Zeit ranzig, besonders in bereits geöffneten Futtersäcken.
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