Baby-Mais
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 Baby-Mais ist jung geernteter Mais mit weichen, vollständig essbaren Kolben, der durch seinen niedrigen Faseranteil deutlich verträglicher für Hunde ist als normaler Mais.
Inhalt
Verträglichkeit von Baby-Mais bei Hunden
Baby-Mais ist eine früh geerntete Form des Zuckermaises. Die Kolben werden vor der vollständigen Reifung geerntet, wodurch die Zellstruktur weicher bleibt und der Stärke- sowie Faseranteil im Vergleich zu reifem Mais geringer ist. Diese Eigenschaften können dazu führen, dass Baby-Mais für Hunde leichter verdaulich ist als voll ausgereifter Mais.
Im Vergleich zu reifem Mais wird Baby-Mais häufiger teilweise oder vollständig verdaut. Reifer Mais wird bei Hunden aufgrund der harten Zellwände häufig unverdaut ausgeschieden.
Analytische Werte zum Zuckergehalt von Baby-Mais liegen nicht vor; die verbreiteten 3 bis 4 Prozent lassen sich keiner Nährwertdatenbank zuordnen. Geschmacklich ist Baby-Mais mild süsslich, und gegenüber reifem Mais liefert er weniger Stärke.
Fütterungsmenge
Als Richtwert gelten etwa 30 bis 40 Gramm Baby-Mais pro 10 Kilogramm Körpergewicht. Dies entspricht ungefähr 2 bis 3 kleinen Kolben.
Die Fütterung sollte ergänzend zur regulären Ration erfolgen. Bei regelmässiger Gabe ist eine Anpassung der Gesamtenergiezufuhr sinnvoll, da Baby-Mais energiereich ist.
Eine tägliche Fütterung ist nicht erforderlich. Üblich sind ein bis drei Gaben pro Woche im Rahmen einer abwechslungsreichen Ergänzungsfütterung.
Zubereitung
Baby-Mais kann roh verfüttert werden. Eine kurze Garung von wenigen Minuten (z. B. Dämpfen) schliesst die Struktur weiter auf und erhöht die Verdaulichkeit.
Durch längere Garzeiten werden hitzeempfindliche Inhaltsstoffe reduziert, weshalb schonende Zubereitung zu bevorzugen ist.
Konservierte Produkte in Salzlake (also Konserven-Mais) sind für Hunde nicht geeignet. Der erhöhte Natriumgehalt kann insbesondere bei empfindlichen oder nierenkranken Hunden problematisch sein.
Einschränkungen und Unverträglichkeiten
Baby-Mais ist nicht für alle Hunde geeignet. Bei Hunden mit Erkrankungen des Verdauungssystems, insbesondere Pankreatitis oder chronischen Darmerkrankungen, sollte die Fütterung nur nach Rücksprache mit einer tierärztlichen Fachperson erfolgen.
Bei stark übergewichtigen Hunden ist der Energiegehalt zu berücksichtigen.
Getreide- und Maisunverträglichkeiten sind beim Hund selten, können jedoch vorkommen. Mögliche Symptome sind in dem Fall Hautreaktionen, insbesondere Juckreiz an Pfoten, Ohren oder Bauch.
Übermässige Fütterung
Eine übermässige Aufnahme von (Baby-)Mais kann zu weichem Kot, Flatulenzen oder vorübergehendem Durchfall führen. Diese Symptome legen sich in der Regel nach kurzer Zeit von selbst.
Sehr grosse Mengen können bei empfindlichen Hunden eine stärkere gastrointestinale Reaktion auslösen.
Eine mechanische Verstopfung ist bei Baby-Mais aufgrund der weichen Struktur nicht typisch.
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