Szintigraphie
Inhalt
Die Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Bildgebungsverfahren, bei dem radioaktive Substanzen die Organfunktion sichtbar machen. Dem Hund wird ein schwach radioaktives Medikament gespritzt, das sich in bestimmten Körperregionen ansammelt und von aussen gemessen wird.
Wann kommt die Szintigraphie beim Hund zum Einsatz?
Tierärzte setzen die Szintigraphie ein, wenn Röntgen oder Ultraschall keine ausreichenden Antworten liefern. Bei Hunden mit unklaren Lahmheiten kann eine Knochenszintigraphie winzige Risse oder Entzündungsherde aufdecken, die im Röntgen noch unsichtbar sind.
Typische Anwendungsgebiete sind Herzprobleme bei grossen Hunderassen, Schilddrüsenerkrankungen oder Nierenerkrankungen. Die Methode zeigt nicht nur Strukturen, sondern auch deren Funktion.
Wie läuft eine Szintigraphie beim Hund ab?
Der Hund erhält zunächst das radioaktive Medikament über eine Venenkanüle. Nach einer Wartezeit von 30 Minuten bis drei Stunden, je nach Untersuchung, wird er auf einem speziellen Untersuchungstisch positioniert.
Eine Gamma-Kamera erstellt dann Bilder, während der Hund ruhig liegen muss. Die meisten Hunde brauchen dafür eine leichte Sedierung. Der gesamte Aufenthalt dauert meist einen halben Tag.
Was kostet eine Szintigraphie für Hunde?
Die Untersuchung kostet zwischen 800 und 1.500 Euro, abhängig von der Körperregion und der Klinik. Dazu kommen Kosten für Narkose oder Sedierung.
Nur wenige Tierkliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten Szintigraphien an, da sie eine spezielle Ausstattung und Genehmigung benötigen. Wartezeiten von mehreren Wochen sind üblich.
Ist die Szintigraphie gefährlich für Hunde?
Die radioaktive Belastung ist gering, etwa so hoch wie bei mehreren Röntgenaufnahmen. Das Medikament verlässt den Körper binnen weniger Tage über Urin und Kot.
Trächtige Hündinnen sollten nicht szintigraphiert werden. Nach der Untersuchung müssen Hundehalter 48 Stunden lang den direkten Körperkontakt zum Tier reduzieren und dessen Ausscheidungen vorsichtig entsorgen.
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