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Systole

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Systole
Definition

Die Systole ist die Pumphase des Herzzyklus, in der sich die Herzkammern zusammenziehen und Blut in den Körper befördern.

Inhalt
  1. Was ist der Unterschied zwischen Systole und Diastole?
  2. Wann wird die Systole beim Hund problematisch?
  3. Welche Anzeichen deuten auf Systole-Probleme hin?
  4. Wie wird die Systole beim Hund untersucht?
  5. Was kann man bei systolischen Herzproblemen tun?
  6. Welche Rassen sind besonders betroffen?

Die Systole ist die Pumphase des Herzzyklus, in der sich die Herzkammern zusammenziehen und Blut in den Körper befördern. Bei Hunden funktioniert dieses System genauso wie bei Menschen – aber es kann aus den gleichen Gründen versagen.

Was ist der Unterschied zwischen Systole und Diastole?

Das Herz arbeitet in zwei Phasen. Die Systole presst Blut aus den Kammern – wie eine Pumpe, die Wasser durch ein Rohr drückt. Die Diastole ist das Gegenteil: Die Kammern entspannen sich und füllen sich wieder mit Blut.

Bei der Blutdruckmessung beim Tierarzt misst der obere Wert (systolischer Blutdruck) den Druck während der Systole. Der untere Wert entspricht der Diastole. Normal sind bei Hunden etwa 110-160 mmHg systolisch.

Wann wird die Systole beim Hund problematisch?

Eine schwache Systole bedeutet, dass das Herz nicht genug Blut pumpt. Das passiert vor allem bei Herzinsuffizienz – einer häufigen Erkrankung bei älteren Hunden und bestimmten Rassen wie Cavalier King Charles Spaniel oder Dobermann.

Große Hunde entwickeln oft eine dilatative Kardiomyopathie: Die Herzkammern werden zu groß und pumpen schwächer. Kleine Hunde leiden eher unter Mitralklappeninsuffizienz – die Klappe schließt nicht richtig, und Blut fließt zurück.

Welche Anzeichen deuten auf Systole-Probleme hin?

Ein Hund mit systolischen Problemen zeigt meist diese Symptome:

  • Belastungsintoleranz: Der Hund wird schnell müde, hechelt stark nach kurzen Spaziergängen
  • Nächtlicher Husten: Besonders im Liegen, oft trocken und hackend
  • Schwäche oder Kollaps: Vor allem nach Aufregung oder Anstrengung
  • Aufgeblähter Bauch: Durch Wassereinlagerungen bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz

Bei diesen Symptomen solltest du sofort zum Tierarzt. Ein schwaches Herz verschlechtert sich ohne Behandlung stetig.

Wie wird die Systole beim Hund untersucht?

Der Tierarzt hört zuerst das Herz ab. Herzgeräusche während der Systole deuten oft auf Klappenprobleme hin. Ein Herzultraschall zeigt dann, wie stark die Kammern sich zusammenziehen – das nennt sich Ejektionsfraktion.

Eine normale Ejektionsfraktion liegt bei etwa 50-70 Prozent. Werte unter 40 Prozent bedeuten, dass das Herz zu wenig Blut pumpt.

Was kann man bei systolischen Herzproblemen tun?

Medikamente können die Pumpleistung verbessern oder das Herz entlasten. ACE-Hemmer senken den Blutdruck und reduzieren die Herzarbeit. Pimobendan stärkt die Kontraktionen – wird oft bei Herzinsuffizienz eingesetzt.

Eine salzarme Diät reduziert Wassereinlagerungen. Zu viel Bewegung belastet das schwache Herz zusätzlich – moderate Spaziergänge sind besser als intensive Aktivitäten.

Welche Rassen sind besonders betroffen?

Bestimmte Rassen haben ein höheres Risiko für systolische Probleme. Cavalier King Charles Spaniel entwickeln früh Mitralklappenprobleme. Dobermänner, Deutsche Doggen und Irish Wolfshounds neigen zur dilatativen Kardiomyopathie.

Bei diesen Rassen sollten regelmäßige Herzkontrollen ab dem mittleren Alter selbstverständlich sein – auch ohne Symptome.