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Stauungsinsuffizienz

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Stauungsinsuffizienz
Definition

Stauungsinsuffizienz beim Hund bedeutet, dass das Herz zu wenig Blut durch den Körper pumpt und es dadurch zu einem Rückstau kommt – Flüssigkeit sammelt sich in Lunge, Bauch oder Beinen.

Inhalt
  1. Warum staut sich das Blut beim Hund?
  2. Wie erkenne ich eine Stauungsinsuffizienz bei meinem Hund?
  3. Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?
  4. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
  5. Wie ist die Prognose für meinen Hund?

Stauungsinsuffizienz beim Hund bedeutet, dass das Herz zu wenig Blut durch den Körper pumpt und es dadurch zu einem Rückstau kommt – Flüssigkeit sammelt sich in Lunge, Bauch oder Beinen.

Warum staut sich das Blut beim Hund?

Das Herz funktioniert wie eine Pumpe mit vier Kammern. Wenn diese Pumpe schwächer wird oder die Herzklappen undicht werden, kommt weniger Blut nach vorne – der Rest staut sich zurück. Das passiert schleichend über Monate oder Jahre.

Bei älteren Hunden liegt es oft an verschlissenen Herzklappen, besonders der Mitralklappe. Große Rassen wie Dobermänner oder Deutsche Doggen entwickeln eher eine dilatative Kardiomyopathie – dabei wird der Herzmuskel selbst schwächer. Manche Hunde bringen auch angeborene Herzfehler mit.

Wie erkenne ich eine Stauungsinsuffizienz bei meinem Hund?

Der erste Hinweis ist oft ein trockener Husten, der nach dem Spaziergang oder nachts auftritt. Dein Hund hustet, weil sich Flüssigkeit in der Lunge ansammelt.

Weitere Anzeichen entwickeln sich meist über Wochen: Dein Hund wird schneller müde, atmet schwerer und mag nicht mehr so lange laufen. Bei fortgeschrittener Erkrankung schwillt der Bauch an oder die Beine werden dick – das ist die Flüssigkeit, die sich dort einlagert.

Ein Warnsignal ist bläuliches Zahnfleisch. Das deutet auf Sauerstoffmangel hin und erfordert sofortige tierärztliche Hilfe.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Dein Tierarzt hört zuerst das Herz ab. Herzgeräusche oder unregelmäßige Schläge können erste Hinweise geben. Röntgenbilder zeigen, ob das Herz vergrößert ist oder sich Flüssigkeit in der Lunge befindet.

Der Herzultraschall ist das wichtigste Diagnoseverfahren. Damit sieht der Tierarzt, wie gut das Herz pumpt und ob die Klappen richtig schließen. Ein EKG misst zusätzlich die elektrische Aktivität des Herzens.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung zielt darauf ab, das Herz zu entlasten und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen. Entwässerungstabletten wie Furosemid reduzieren die Flüssigkeitsansammlungen – meist merkst du nach wenigen Tagen eine Besserung beim Atmen.

ACE-Hemmer erweitern die Blutgefäße und senken den Blutdruck, was das Herz entlastet. Bei manchen Hunden kommen zusätzlich Medikamente dazu, die die Pumpkraft stärken oder den Herzschlag verlangsamen.

Eine natriumarme Diät unterstützt die Behandlung. Weniger Salz bedeutet weniger Flüssigkeitseinlagerungen.

Wie ist die Prognose für meinen Hund?

Eine Heilung ist meist nicht möglich, aber die richtige Behandlung kann die Lebensqualität deutlich verbessern. Viele Hunde leben nach der Diagnose noch ein bis drei Jahre bei guter Lebensqualität.

Wichtig sind regelmäßige Kontrollen alle drei bis sechs Monate. So kann der Tierarzt die Medikamente anpassen und verschlechterte Werte frühzeitig erkennen. Bei konsequenter Behandlung bleiben viele Hunde lange aktiv und zufrieden.