Spondyloepiphyseale Dysplasie
Spondyloepiphyseale Dysplasie ist eine erbliche Skeletterkrankung, die zu Zwergwuchs durch fehlgebildete Wirbelkörper und gestörte Wachstumsfugen der langen Knochen führt.
Inhalt
Was genau bedeutet Spondyloepiphyseale Dysplasie beim Hund?
Die Erkrankung führt zu fehlgebildeten Wirbelkörpern und gestörten Wachstumsfugen an den langen Knochen. Betroffene Hunde entwickeln einen unproportionalen Körperbau: Die Gliedmassen sind verkürzt, der Rumpf bleibt normal gross.
Welche Hunderassen sind von SED betroffen?
Die meisten Fälle treten beim Norwegischen Elkhund auf. Dort ist ein spürbarer Teil der Population Träger der Mutation. Vereinzelt dokumentiert sind Fälle bei Samojeden und Beagles, die Datenlage ist hier aber deutlich dünner.
Wie erkenne ich Spondyloepiphyseale Dysplasie?
Die ersten Anzeichen zeigen sich zwischen der 6. und 12. Lebenswoche. Der Welpe bleibt im Wachstum zurück, während sich die Wurfgeschwister normal entwickeln.
Typische Merkmale sind verkürzte Beine im Verhältnis zum Körper, ein gewölbter Rücken und ein breiter Kopf. Die Tiere bleiben meist deutlich unter der normalen Körpergrösse ihrer Rasse.
Bewegungsstörungen treten oft erst im Erwachsenenalter auf, wenn die Rückenmarksnerven durch Kompression beeinträchtigt werden.
Wie wird Spondyloepiphyseale Dysplasie diagnostiziert?
Röntgenbilder der Wirbelsäule zeigen charakteristische Verformungen der Wirbelkörper, sie erscheinen keilförmig statt rechteckig. Die Wachstumsfugen der langen Knochen sind unregelmässig verknöchert.
Für den Norwegischen Elkhund steht ein Gentest zur Verfügung. Er kostet etwa 60 bis 80 Euro und identifiziert Träger sowie betroffene Hunde zuverlässig.
Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?
Die Grunderkrankung lässt sich nicht heilen. Die Therapie zielt auf Schmerzlinderung und den Erhalt der Beweglichkeit.
Physiotherapie zweimal wöchentlich hält die Gelenke beweglich. Schwimmen entlastet die Wirbelsäule besonders effektiv. Das Körpergewicht sollte konsequent im Normalbereich gehalten werden, jedes zusätzliche Kilogramm verschlechtert die Prognose.
Bei schweren Rückenmarkskompressionen kann ein operativer Eingriff die Lebensqualität verbessern. Der Eingriff ist technisch aufwendig und mit hohen Kosten verbunden.
Wie lässt sich SED in der Zucht verhindern?
Beide Elterntiere müssen genetisch getestet werden. Zwei Träger dürfen nicht miteinander verpaart werden, 25 Prozent der Nachkommen wären erkrankt.
Ein Träger kann mit einem freien Partner verpaart werden. Die Hälfte der Welpen wird Träger, erkrankt aber nicht. So bleibt die genetische Vielfalt erhalten, ohne dass kranke Welpen entstehen.
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