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Sommerdermatitis

Sommerdermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die bei Hunden hauptsächlich zwischen Mai und September auftritt.

2 Min Lesezeit
Sommerdermatitis
Inhalt
  1. Welche Ursachen lösen Sommerdermatitis aus?
  2. Wie erkenne ich Sommerdermatitis bei meinem Hund?
  3. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
  4. Wie beuge ich Sommerdermatitis vor?

Bei Sommerdermatitis handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung. Auslöser sind allergische Reaktionen auf Insektenstiche, Umweltallergene oder zu viel Sonne auf ungeschützter Haut.

Besonders anfällig sind Hunde mit dünnem Fell oder heller Haut.

Welche Ursachen lösen Sommerdermatitis aus?

Der häufigste Schuldige sitzt kaum sichtbar in der Luft: Gnitzen, also Culicoides-Mücken, werden ab etwa 15°C aktiv und stechen am liebsten in der Dämmerung – morgens und abends. Ein einziger Stich reicht bei sensiblen Hunden aus, um eine Reaktion auszulösen, die sich wochenlang hinziehen kann.

Dazu kommt die Pollenbelastung. Gräserpollen fliegen von März bis August, und das macht die Haut empfindlicher für weitere Reize.

Direktes Sonnenlicht tut sein Übriges – besonders an den Ohrenrändern, am Nasenrücken und am Bauch, wo das Fell dünn oder gar nicht vorhanden ist.

Wie erkenne ich Sommerdermatitis bei meinem Hund?

Das erste, was auffällt, ist meistens intensives Kratzen – vor allem abends und nachts, wenn die Gnitzen aktiv waren. Die betroffenen Hautstellen, oft an den Ohren, röten sich, schwellen an und können zu nässen beginnen.

Lässt man es zu lang laufen, entstehen offene Wunden. Die Haut verdickt sich, wird schuppig, das Fell an den betroffenen Stellen fällt aus.

Bakterielle Sekundärinfektionen folgen dann oft innerhalb weniger Tage.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Als erstes geht es darum, den Juckreiz zu brechen. Kühlende Umschläge mit kaltem Kamillentee können kurzfristig Erleichterung bringen. Der Tierarzt greift für die akuten Stellen meist zu kortisonhaltigen Cremes – das ist in dieser Phase die effektivste Sofortmassnahme.

Bei grösseren Hautveränderungen reicht eine Creme nicht mehr aus. Antihistaminika wie Cetirizin können den Juckreiz dämpfen, allerdings sprechen nicht alle Hunde gleich gut darauf an.

In schweren Fällen setzt der Tierarzt kurzfristig Kortison-Tabletten ein, um die Entzündung schnell in den Griff zu bekommen.

Offene Stellen durch Kratzen erfordern zusätzlich antibiotische Salben. Regelmässiges Reinigen mit milden, pH-neutralen Lösungen beschleunigt die Wundheilung spürbar.

Wie beuge ich Sommerdermatitis vor?

Die einfachste Massnahme kostet nichts: Spaziergänge zwischen 18 und 22 Uhr sowie früh morgens vermeiden, denn genau dann sind Gnitzen am aktivsten.

Insektenschutzmittel auf Permethrin-Basis bieten zusätzlichen Schutz, müssen aber alle zwei Wochen erneuert werden, sonst verpufft die Wirkung.

Für empfindliche Hunde ist UV-Schutz Pflicht. Spezielle Hundesonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 schützt unbehaarte Stellen zuverlässig.