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Sollte ich mir beim Welpenkauf immer das Muttertier zeigen lassen?

2 Min Lesezeit
Sollte ich mir beim Welpenkauf immer das Muttertier zeigen lassen?
Definition

Das Zeigen des Muttertiers beim Welpenkauf ist deine Chance, die Qualität der Zucht und die Seriosität des Züchters zu beurteilen.

Inhalt
  1. Gesunde Mutterhündin erkennen
  2. Normales Verhalten der Mutter
  3. Der Zustand der Mutter spiegelt den Züchter
  4. Verdächtige Ausreden

Du solltest dir beim Welpenkauf immer das Muttertier zeigen lassen. Ein seriöser Züchter bietet das von sich aus an. Lehnt er ab oder schiebt Ausreden vor, ist das ein Warnsignal für unseriöse Praktiken.

Gesunde Mutterhündin erkennen

Eine gesunde Mutterhündin hat klare Augen ohne Ausfluss. Ihr Fell glänzt und zeigt keine kahlen Stellen oder Schuppen. Sie bewegt sich ohne Hinken oder sichtbare Schmerzen.

Achte auf ihr Gewicht: Sie darf durch das Säugen etwas dünner sein, aber ihre Rippen sollten nicht hervorstehen. Extrem abgemagerte Hündinnen zeigen, dass der Züchter sie als reine Gebärmaschine missbraucht.

Das Gesäuge sollte nicht übermässig angeschwollen oder verhärtet sein. Rötungen oder Hitze können auf Entzündungen hinweisen.

Normales Verhalten der Mutter

Eine ausgeglichene Mutterhündin zeigt sich neugierig, aber nicht aggressiv gegenüber Fremden. Sie lässt sich streicheln, auch wenn sie dabei ihre Welpen im Blick behält.

Normal ist auch, wenn sie zunächst zurückhaltend reagiert – das zeigt ihren Beschützerinstinkt. Völlige Gleichgültigkeit gegenüber ihren Welpen oder extremes Misstrauen Menschen gegenüber sind Warnsignale.

Beobachte, wie sie mit den Welpen umgeht: Leckt sie sie? Liegt sie entspannt bei ihnen? Aggressive Abwehr der eigenen Welpen deutet auf Stress oder schlechte Haltungsbedingungen hin.

Der Zustand der Mutter spiegelt den Züchter

Eine gepflegte, entspannte Hündin in sauberer Umgebung zeigt verantwortungsvolle Zucht. Frage nach dem Alter der Hündin und wie oft sie bereits gedeckt wurde. Seriöse Züchter lassen ihre Hündinnen nicht jede Läufigkeit decken und hören spätestens mit sechs Jahren auf.

Misstrauisch solltest du werden, wenn mehrere Mutterhündinnen gleichzeitig Welpen haben oder die Hündin sehr jung aussieht. Das deutet auf kommerzielle Massenzucht hin.

Verdächtige Ausreden

„Die Mutter ist gerade beim Tierarzt“ – ohne konkreten Termin und Praxisname ist das meist gelogen. „Sie ist sehr scheu und versteckt sich“ – eine sozialisierte Zuchthündin sollte Menschen gewöhnt sein.

„Die Welpen sind schon entwöhnt, die Mutter brauchen Sie nicht zu sehen“ – Welpen sollten mindestens acht Wochen bei der Mutter bleiben. Frühere Abgabe ist illegal.

Besonders verdächtig: Der Züchter will die Welpen an einem anderen Ort übergeben oder zu dir nach Hause bringen. Dahinter stecken oft Welpenhändler, die die Tiere aus schlechten Bedingungen verschleiern wollen.