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Sklera

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Sklera
Definition

Die Sklera ist die weiße Augenhaut deines Hundes – die derbe Bindegewebsschicht, die den Augapfel umhüllt und ihm Form gibt.

Inhalt
  1. Welche Rassen haben dunkle Sklera?
  2. Was bedeutet eine gelbe Sklera beim Hund?
  3. Woran erkenne ich eine Skleritis?
  4. Wie unterscheide ich Bindehaut- von Skleraentzündung?
  5. Sind Skleratumore bei Hunden häufig?
  6. Was hilft bei gereizter Sklera?

Die Sklera ist die weisse Augenhaut deines Hundes – jene derbe Bindegewebsschicht, die den Augapfel umhüllt und ihm seine Form gibt. Kurz gesagt: das Weisse im Auge.

Sichtbar wird sie, wenn dein Hund zur Seite schaut oder die Augen verdreht. Das dichte Kollagengewebe schützt die empfindlichen Strukturen dahinter und gibt den sechs Augenmuskeln ihren Ansatzpunkt. Bei gesunden Hunden ist sie strahlend weiss – von wenigen Rassen mit natürlicher Pigmentierung abgesehen.

Welche Rassen haben dunkle Sklera?

Chow-Chows laufen oft mit einer bläulich-schwarzen Sklera durchs Leben – das ist bei dieser Rasse völlig normal und kein Grund zur Sorge. Shar-Peis können ähnliche pigmentierte Stellen zeigen, und bei Huskys oder anderen nordischen Rassen tauchen braune Flecken auf der Sklera gar nicht so selten auf.

Hinter dieser Färbung stecken Melanin-Einlagerungen – sie sehen anders aus als krankhafte Verfärbungen, auch wenn der Unterschied manchmal Übung braucht. Interessant übrigens: Ein Welpe, der anfangs eine makellos weisse Sklera hat, kann im ersten Lebensjahr noch Pigmentflecken entwickeln.

Was bedeutet eine gelbe Sklera beim Hund?

Gelbe Sklera ist ein echtes Warnsignal – bitte nicht abwarten. Diese Gelbfärbung, medizinisch Ikterus genannt, entsteht durch erhöhte Bilirubin-Werte im Blut und weist auf Leberprobleme oder Bluterkrankungen hin.

Ein Labrador, der Zwiebeln gefressen hat, kann binnen weniger Stunden gelbe Augen entwickeln. Bei chronischen Lebererkrankungen – etwa bei älteren Cocker Spaniels – schleicht sich die Gelbfärbung dagegen langsam ein, fast unmerklich. In jedem Fall: Diese Verfärbung braucht immer tierärztliche Behandlung.

Woran erkenne ich eine Skleritis?

Skleritis ist eine Entzündung der Sklera selbst und zeigt sich als dunkelrote, manchmal sogar leicht violette Verfärbung des Augapfels. Betroffene Hunde kneifen das Auge zu, reiben daran und weichen hellem Licht aus – das fällt beim aufmerksamen Hinschauen schnell auf.

Deutsche Schäferhunde und andere grosse Rassen entwickeln Skleritis häufiger im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen. Die Entzündung kann ringförmig rund um die Hornhaut auftreten oder fleckig über die gesamte Sklera verteilt sein. Wird sie nicht behandelt, droht dauerhafter Sehverlust.

Wie unterscheide ich Bindehaut- von Skleraentzündung?

Bei einer Bindehautentzündung ist das Auge hellrot und tränt stark – die Sklera selbst bleibt dabei weiss. Die Entzündung sitzt in den feinen Äderchen der Bindehaut, die der Sklera nur aufliegt.

Eine Skleraentzündung hingegen färbt die Sklera selbst dunkelrot bis violett, oft ohne dass das Auge viel tränt. Es gibt einen praktischen Kniff: Ein Tropfen Augentropfen lässt eine Bindehautrötung kurzzeitig abblassen – eine Sklerarötung bleibt davon unbeeindruckt.

Sind Skleratumore bei Hunden häufig?

Primäre Tumore direkt an der Sklera sind zum Glück selten. Allerdings können Melanome von der pigmentierten Aderhaut auf die Sklera übergreifen. Golden Retriever und Labradore über acht Jahren zeigen gelegentlich dunkle, leicht erhabene Stellen – das sollte man im Blick behalten.

Verdächtig sind alle neuen dunklen Verfärbungen, die wachsen oder ihre Form verändern. Was auf den ersten Blick wie harmlose Altersflecken wirkt, kann sich als Melanom herausstellen. Eine histologische Untersuchung schafft hier Klarheit – und Sicherheit.

Was hilft bei gereizter Sklera?

Eines vorab: Skleraprobleme gehören in tierärztliche Hände, ohne Wenn und Aber. Hausmittel verschlechtern die Situation häufig – Kamillentee am Auge zum Beispiel kann zusätzliche Reizungen auslösen, auch wenn das gut gemeint ist.

Bei bestätigter Skleritis werden in der Regel Kortison-haltige Augentropfen verordnet. Die Behandlung zieht sich oft über Wochen hin und braucht regelmässige Kontrolltermine. Steckt eine systemische Autoimmunerkrankung dahinter, kommen zusätzlich immunsuppressive Medikamente dazu.