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Schwarzwurzeln

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Schwarzwurzeln Bild: Wikimedia Commons – Schwarzwurzel Haferwurzel.jpg von Benreis · CC BY-SA 4.0
Definition

Schwarzwurzeln sind ein längliches, schwarz-braunes Wurzelgemüse, das reich an Inulin ist und die Darmflora von Hunden unterstützen kann.

Inhalt
  1. Welche Nährstoffe machen Schwarzwurzeln für Hunde wertvoll?
  2. Wie bereitest du Schwarzwurzeln für deinen Hund zu?
  3. Wie viel Schwarzwurzeln darf dein Hund fressen?
  4. Wann solltest du auf Schwarzwurzeln verzichten?

Häufig wird die Schwarzwurzel als „Winterspargel“ bezeichnet. Botanisch besteht jedoch keine direkte Verbindung zum Spargel. Der Name bezieht sich lediglich auf die ähnliche Verwendung in der Küche und die helle, zarte Konsistenz des gekochten Gemüses. Schwarzwurzeln gehören zu den weniger bekannten Gemüsesorten und werden vor allem in der kalten Jahreszeit angeboten. Die unscheinbare, dunkle Wurzel hat einen interessanten Nährstoffgehalt und kann in kleinen Mengen auch für Hunde geeignet sein.

Für Hunde ist vor allem der Gehalt an Ballaststoffen interessant. Wie bei vielen Gemüsesorten gilt aber auch hier: Schwarzwurzeln sind höchstens eine Ergänzung und kein Ersatz für ein ausgewogenes Hundefutter.

Welche Nährstoffe machen Schwarzwurzeln für Hunde wertvoll?

Schwarzwurzeln enthalten verschiedene Ballaststoffe, darunter auch Inulin. Dieser lösliche Ballaststoff dient bestimmten Darmbakterien als Nahrung und kann die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen.

Wie gut ein Hund Inulin verträgt, ist jedoch individuell unterschiedlich. Bei empfindlichen Hunden können grössere Mengen zu Blähungen oder weicherem Kot führen.

Zusätzlich liefern Schwarzwurzeln unter anderem Kalium, Vitamin C und verschiedene Mineralstoffe. Der genaue Nährstoffgehalt hängt von Sorte, Lagerung und Zubereitung ab.

Die Wurzel enthält ausserdem natürliche Pflanzenstoffe wie Bitterstoffe. Diese sind für den typischen Geschmack verantwortlich und können bei manchen Hunden die Akzeptanz beeinflussen.

Wie bereitest du Schwarzwurzeln für deinen Hund zu?

Schwarzwurzeln sollten Hunde am besten gekocht bekommen. Durch das Garen werden die Zellstrukturen aufgeschlossen und das Gemüse wird leichter verdaulich.

Vor der Zubereitung die Wurzeln schälen und gründlich waschen. Beim Schälen tritt ein milchiger Pflanzensaft aus, der die Hände verfärben kann. Küchenhandschuhe können deshalb hilfreich sein.

Nach dem Kochen die Schwarzwurzel einfach in kleine Stücke schneiden und unter das Futter mischen. Besonders für kleinere Hunde sollten die Stücke passend zur Körpergrösse gewählt werden.

Auf gewürzte Zubereitungen mit Salz, Butter, Rahm oder anderen Zutaten verzichten.

Wie viel Schwarzwurzeln darf dein Hund fressen?

Als Orientierung gilt: pro 10 Kilogramm Körpergewicht sind 20–30 Gramm gekochte Schwarzwurzel als gelegentliche Ergänzung unbedenklich. Ein Hund mit 25 Kilo kommt damit auf etwa 50–75 Gramm, das entspricht grob einer mittelgrossen Wurzel.

Beim ersten Mal lieber die Hälfte davon geben. Manche Hunde reagieren auf die Ballaststoffe mit weichem Kot, vor allem wenn sie sonst ballaststoffarmes Futter fressen.

Ob als Leckerli zwischen den Mahlzeiten oder als Gemüse-Ergänzung zum Hauptfutter, beides funktioniert. Täglich muss es nicht sein. Zwei Mal pro Woche ist völlig ausreichend.

Wann solltest du auf Schwarzwurzeln verzichten?

Bei Hunden mit chronischen Nierenproblemen lohnt sich ein kurzes Gespräch mit dem Tierarzt, bevor man anfängt. Der Kaliumgehalt kann bei eingeschränkter Nierenfunktion tatsächlich zum Problem werden.

Hunde mit sehr empfindlichem Magen vertragen das Inulin manchmal schlecht, Blähungen sind dann die unangenehme Folge. In solchen Fällen einfach die Menge halbieren oder ganz darauf verzichten.

Diabetiker-Hunde kommen mit Schwarzwurzeln meist gut zurecht, weil der Blutzucker nur langsam ansteigt. Trotzdem empfiehlt es sich, beim ersten Mal einen Blick auf den Blutzucker zu werfen, nur zur Sicherheit.