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Scholle

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Scholle
Definition

Scholle ist ein magerer Plattfisch mit 18g Protein und nur 1g Fett pro 100g, der sich als gelegentliche Proteinquelle für Hunde eignet – vorausgesetzt, er wird richtig zubereitet.

Inhalt
  1. Welche Nährstoffe stecken in Scholle?
  2. Wie bereitest du Scholle sicher zu?
  3. Wie viel Scholle darf mein Hund fressen?
  4. Wann solltest du auf Scholle verzichten?
  5. Welche Alternativen zur Scholle gibt es?

Scholle ist ein magerer Plattfisch mit 18 g Protein und nur 1 g Fett pro 100 g, als gelegentliche Proteinquelle für Hunde eignet er sich gut, sofern er richtig zubereitet wird.

Der Fisch enthält 0,2 g Omega-3-Fettsäuren pro 100 g, deutlich weniger als Lachs mit 2,3 g. Dafür fallen kaum gesättigte Fettsäuren an. Für übergewichtige Hunde oder bei Pankreatitis kann diese Fettarmut durchaus von Nutzen sein.

Welche Nährstoffe stecken in Scholle?

Pro 100 g gekochte Scholle erhält dein Hund 18 g hochwertiges Protein mit allen essentiellen Aminosäuren. Der Vitamin-B12-Gehalt liegt bei 2,1 µg, das deckt den Tagesbedarf eines 20-kg-Hundes zu rund 40 %.

Selen ist mit 36 µg gut vertreten, Phosphor mit 180 mg ebenfalls. Die Omega-3-Bilanz fällt bescheiden aus: EPA und DHA erreichen zusammen nur 200 mg pro 100 g. Zum Vergleich liefert Lachs zehnmal mehr Omega-3-Fettsäuren bei ähnlichem Proteingehalt.

Wie bereitest du Scholle sicher zu?

Schneide das Filet in daumengrosse Stücke und prüfe jeden einzelnen mit den Fingern auf Gräten. Scholle hat feine Y-Gräten, die beim schnellen Filetieren leicht übersehen werden.

Dünste den Fisch etwa 8 bis 10 Minuten in wenig Wasser oder dämpfe ihn im Dampfgareinsatz. Die Kerntemperatur sollte 63 °C erreichen, dann sind eventuelle Parasiten abgetötet.

Salz, Butter oder Gewürze haben im Hundefutter nichts verloren. Pur schmeckt Scholle den meisten Hunden ohnehin.

Wie viel Scholle darf mein Hund fressen?

Als Richtwert gilt: 2 bis 3 g gekochte Scholle pro Kilogramm Körpergewicht. Ein 15-kg-Hund erhält also 30 bis 45 g Fisch, ungefähr einen gehäuften Esslöffel.

Die Portion ersetzt einen Teil der gewohnten Proteinquelle, kommt nicht obendrauf. Ein- bis zweimal pro Woche reicht völlig aus.

Bei Welpen unter 6 Monaten würde ich auf Scholle verzichten, ihr Verdauungssystem ist noch zu empfindlich für solche Abwechslungen.

Wann solltest du auf Scholle verzichten?

Hunde mit bekannten Fischallergien reagieren auch auf Scholle. Erste Anzeichen sind Juckreiz am Maul, Durchfall oder Erbrechen innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach dem Fressen.

Bei akuten Magen-Darm-Problemen ist Scholle ebenfalls tabu, das Verdauungssystem benötigt dann Ruhe, keine neuen Proteine.

Trägt dein Hund bereits Übergewicht, sind die 80 Kalorien pro 100 g Scholle verschenktes Sättigungspotenzial. Mageres Geflügel oder Quark sättigen bei gleicher Kalorienzahl besser.

Welche Alternativen zur Scholle gibt es?

Sardinen aus der Dose (in eigenem Saft) enthalten 25 g Protein und 2 g Omega-3 pro 100 g, deutlich nährstoffreicher als Scholle. Forelle liegt mit 20 g Protein und 1,1 g Omega-3 im Mittelfeld.

Kabeljau ähnelt der Scholle stark: 18 g Protein, aber nur 0,1 g Omega-3. Wer seinem Hund Fisch wegen der Fettsäuren gibt, greift besser zu Lachs oder Makrele.

Thunfisch ist aufgrund des Quecksilbergehalts für Hunde ungeeignet. Bei Scholle aus Nord- und Ostsee besteht dieses Risiko praktisch nicht.