Scholle
Scholle ist ein magerer Plattfisch, der sich als gelegentliche Proteinquelle für Hunde eignet, vorausgesetzt, er wird gründlich entgrätet und durchgegart.
Inhalt
Scholle ist einer der magersten Speisefische und eignet sich als gelegentliche Proteinquelle für Hunde gut, sofern sie richtig zubereitet wird.
Der Fisch liefert deutlich weniger Omega-3-Fettsäuren als Lachs. Dafür fallen kaum gesättigte Fettsäuren an. Für übergewichtige Hunde oder bei Pankreatitis kann diese Fettarmut von Nutzen sein.
Welche Nährstoffe stecken in Scholle?
Gekochte Scholle liefert hochwertiges Protein mit allen essentiellen Aminosäuren und dazu Vitamin B12.
Selen und Phosphor sind gut vertreten. Die Omega-3-Bilanz fällt dagegen bescheiden aus. Zum Vergleich liefert Lachs deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren bei ähnlichem Proteingehalt.
Wie bereitest du Scholle sicher zu?
Schneide das Filet in daumengrosse Stücke und prüfe jeden einzelnen mit den Fingern auf Gräten. Scholle hat feine Y-Gräten, die beim schnellen Filetieren leicht übersehen werden.
Dünste den Fisch in wenig Wasser oder dämpfe ihn im Dampfgareinsatz. Gare ihn vollständig durch, bis das Fleisch undurchsichtig ist und sich leicht zerteilen lässt, dann sind eventuelle Parasiten abgetötet.
Salz, Butter oder Gewürze haben im Hundefutter nichts verloren. Pur schmeckt Scholle den meisten Hunden ohnehin.
Wie viel Scholle darf mein Hund fressen?
Als Richtwert gilt: eine kleine Portion gekochte Scholle, abgestimmt auf Grösse und Verdauung deines Hundes. Bei einem kleinen Hund ist das deutlich weniger als bei einem grossen.
Die Portion ersetzt einen Teil der gewohnten Proteinquelle, kommt nicht obendrauf. Ab und zu reicht völlig aus.
Bei Welpen unter 6 Monaten würde ich auf Scholle verzichten, ihr Verdauungssystem ist noch zu empfindlich für solche Abwechslungen.
Wann solltest du auf Scholle verzichten?
Hunde mit bekannten Fischallergien reagieren auch auf Scholle. Erste Anzeichen sind Juckreiz am Maul, Durchfall oder Erbrechen kurz nach dem Fressen.
Bei akuten Magen-Darm-Problemen ist Scholle ebenfalls tabu, das Verdauungssystem benötigt dann Ruhe, keine neuen Proteine.
Trägt dein Hund bereits Übergewicht, sättigen mageres Geflügel oder Quark bei gleicher Kalorienzahl besser.
Welche Alternativen zur Scholle gibt es?
Sardinen aus der Dose in eigenem Saft sind deutlich nährstoffreicher als Scholle. Forelle liegt im Mittelfeld.
Kabeljau ähnelt der Scholle stark, liefert aber ebenfalls kaum Omega-3. Wer seinem Hund Fisch wegen der Fettsäuren gibt, greift besser zu Lachs oder Makrele.
Thunfisch ist aufgrund des Quecksilbergehalts für Hunde ungeeignet. Bei Scholle aus Nord- und Ostsee besteht dieses Risiko praktisch nicht.
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