Schleimpfropf
Der Schleimpfropf ist eine zähe Schleimbarriere im Gebärmutterhals trächtiger Hündinnen, die Bakterien vom Aufsteigen zu den Welpen abhält.
Inhalt
Was schützt der Schleimpfropf während der Trächtigkeit?
Der Schleimpfropf dichtet den Gebärmutterhals ab Tag 25 bis 30 der Trächtigkeit vollständig ab. Bakterien aus der Scheide können dadurch nicht zu den Welpen aufsteigen. Er bleibt bis etwa 24 bis 72 Stunden vor der Geburt erhalten.
Die zähe Konsistenz entsteht durch Hormone der frühen Trächtigkeit. Progesteron sorgt dafür, dass sich der Schleim verdickt und fest wird – wie ein natürlicher Korken.
Wie erkenne ich den Abgang des Schleimpfropfs?
Ein klarer bis leicht rosa gefärbter Schleimklumpen zeigt an, dass sich der Gebärmutterhals öffnet. Manche Hündinnen lecken ihn sofort weg – du bemerkst dann nur einen feuchten Fleck im Körbchen.
Der Schleimpfropf kann auch in Teilen über mehrere Stunden abgehen. Ein fadenziehender, glasiger Ausfluss ohne starken Geruch ist normal. Bei kleineren Hündinnen fällt der Abgang meist weniger auf als bei grossen Rassen.
Wann wird der Schleimabgang bedenklich?
Dunkelroter oder brauner Ausfluss vor Tag 58 der Trächtigkeit deutet auf Komplikationen hin. Ebenso ein fischiger oder fauliger Geruch – das kann auf eine Gebärmutterinfektion hinweisen.
Geht der Schleimpfropf vor Tag 55 ab, kann das Infektionsrisiko deutlich steigen: Die Welpen sind noch nicht geburtsbereit, aber der Schutz fehlt. Ein Tierarztbesuch innerhalb von zwei bis drei Stunden ist dann sinnvoll.
Massive Blutungen – mehr als ein Esslöffel voll – sind zu keinem Zeitpunkt der Trächtigkeit normal.
Was passiert nach dem Schleimpfropf-Abgang?
Die Geburt beginnt meist 12 bis 48 Stunden nach dem vollständigen Abgang. Bei Ersthündinnen dauert es oft länger – bis zu 72 Stunden liegen noch im normalen Bereich.
Manche Hündinnen werden unruhiger, kratzen Decken zusammen oder suchen verstärkt Nähe. Die Körpertemperatur sinkt etwa 12 bis 24 Stunden vor der ersten Wehe um rund 1 °C ab.
Nach dem Schleimabgang steigt die Anfälligkeit für Infektionen. Schwimmen oder Baden sollte vermieden werden, und auch übermässiges Schnüffeln an anderen Hunden kann problematisch sein.
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