Rickettsien
Rickettsien sind bakterienähnliche Mikroorganismen, die nur in lebenden Zellen überleben können und beim Hund durch Zecken übertragen werden.
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Rickettsien sind bakterienähnliche Mikroorganismen, die nur in lebenden Zellen überleben können und beim Hund durch Zecken übertragen werden. Sie verursachen hauptsächlich Ehrlichiose und Anaplasmose – zwei Krankheiten, die unbehandelt lebensbedrohlich werden können.
Warum sind Rickettsien für Hundehalter relevant?
Diese Erreger lauern praktisch überall wo Zecken leben. Ein einziger Zeckenstich kann deinen Hund infizieren. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend über Wochen, was die Diagnose erschwert. Der Hund wirkt zunächst nur etwas müde – bis plötzlich hohes Fieber und Appetitlosigkeit auftreten.
Welche Rickettsien-Krankheiten betreffen Hunde?
Ehrlichiose und Anaplasmose sind die beiden relevanten Erkrankungen. Ehrlichien befallen weiße Blutkörperchen und führen zu Blutarmut. Anaplasmen greifen Blutplättchen an, was zu Blutungsstörungen führt. Beide Erreger können gleichzeitig übertragen werden – dann wird die Behandlung komplizierter.
Die akute Phase beginnt 1-3 Wochen nach dem Zeckenstich. Dein Hund frisst schlecht, hat Fieber und ist apathisch. Bei der Ehrlichiose können geschwollene Lymphknoten dazukommen. Die chronische Form entwickelt sich nach Monaten und kann das Knochenmark dauerhaft schädigen.
Wie erkenne ich eine Rickettsien-Infektion?
Die Diagnose erfordert eine Blutuntersuchung beim Tierarzt. Typische Befunde: erniedrigte Blutplättchenzahl, veränderte weiße Blutkörperchen, manchmal erhöhte Leberwerte. Ein Antikörpertest zeigt, ob der Hund Kontakt mit den Erregern hatte – aber erst 2-4 Wochen nach der Infektion.
Manche Tierärzte führen auch einen PCR-Test durch, der die Erreger direkt nachweist. Das funktioniert früher als der Antikörpertest, ist aber teurer.
Welche Behandlung hilft gegen Rickettsien?
Doxycyclin ist das Mittel der ersten Wahl. Die Behandlung dauert mindestens 21 Tage – auch wenn der Hund sich schon nach wenigen Tagen besser fühlt. Ein vorzeitiger Stopp kann zu chronischen Verläufen führen. Bei schweren Fällen sind zusätzlich Infusionen oder Bluttransfusionen nötig.
Wie schütze ich meinen Hund vor Rickettsien?
Zeckenschutz ist der einzige wirksame Schutz. Spot-on-Präparate mit Permethrin oder Fipronil töten Zecken ab, bevor sie Krankheiten übertragen können. Zeckenhalsbänder mit Deltamethrin wirken 5-8 Monate. Die Übertragung erfolgt erst nach 16-48 Stunden Saugzeit – deshalb hilft auch das tägliche Absuchen nach Spaziergängen.
In Risikogebieten solltest du deinen Hund alle 4-6 Monate auf Rickettsien testen lassen, auch ohne Symptome. Früh erkannt lässt sich eine chronische Erkrankung meist verhindern.
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