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postoperativ

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postoperativ
Definition

Postoperativ beschreibt die Phase nach einer Operation, in der dein Hund unter Überwachung steht und gezielt gepflegt wird, bis die Wundheilung abgeschlossen ist.

Inhalt
  1. Wie lange dauert die postoperative Phase?
  2. Was passiert in den ersten Stunden nach der OP?
  3. Welche Komplikationen können auftreten?
  4. Wie erkenne ich, dass etwas nicht stimmt?

Postoperativ beschreibt die Phase nach einer Operation, in der dein Hund unter Überwachung steht und gezielt gepflegt wird, bis die Wundheilung abgeschlossen ist.

Wie lange dauert die postoperative Phase?

Die postoperative Phase beginnt direkt nach dem Eingriff und dauert bis zur vollständigen Heilung – meist 10 bis 14 Tage. Die ersten 24 Stunden sind dabei die kritischsten.

Während der ersten 2–4 Stunden wacht dein Hund aus der Narkose auf. Seine Körpertemperatur kann in dieser Zeit um 1–2 Grad sinken, weshalb Wärmedecken oder -lampen verwendet werden. Manche Hunde wirken desorientiert oder haben Brechreiz.

Was passiert in den ersten Stunden nach der OP?

Dein Hund wird kontinuierlich überwacht: Puls, Atmung und Temperatur werden alle 15 Minuten kontrolliert. Bei größeren Eingriffen bleibt oft ein venöser Zugang gelegt, über den Schmerzmittel oder Flüssigkeit gegeben werden können.

Schmerzmedikamente bekommt dein Hund meist schon während der OP – oft Metamizol oder Meloxicam. Die Wirkung hält 12–24 Stunden an. Danach folgen orale Schmerzmittel für 3–5 Tage, je nach Eingriff.

Welche Komplikationen können auftreten?

Wundinfektionen zeigen sich durch warme, geschwollene oder eitrig riechende Stellen rund um die Naht. Sie treten bei etwa 2–5% aller Operationen auf und erfordern meist Antibiotika.

Gefährlicher ist die Wunddehiszenz: Dabei reißt die Naht auf. Das passiert vor allem, wenn Hunde zu früh wieder springen oder toben. Bei Bauchoperationen ist das ein Notfall.

Manche Hunde reagieren auf Narkosemedikamente mit anhaltender Müdigkeit oder Verdauungsproblemen. Das normalisiert sich meist binnen 48 Stunden.

Wie erkenne ich, dass etwas nicht stimmt?

Dein Hund frisst am ersten Tag nach der OP oft wenig – das ist normal. Verweigert er jedoch länger als 24 Stunden komplett das Futter, solltest du den Tierarzt kontaktieren.

Starkes Hecheln, Zittern oder Unruhe können auf unzureichende Schmerzbehandlung hindeuten. Gleiches gilt, wenn dein Hund die Operationsstelle exzessiv leckt, obwohl er einen Kragen trägt.

Bei Verhaltensänderungen wie Teilnahmslosigkeit, die länger als zwei Tage anhält, ist ebenfalls eine Kontrolle nötig.