Wiki · Gesundheit & Pflege

Ösophagitis

2 Min Lesezeit
Ösophagitis
Definition

Ösophagitis ist eine Entzündung der Speiseröhre beim Hund, die das Schlucken erschwert und oft zu Erbrechen nach dem Fressen führt.

Inhalt
  1. Was löst eine Speiseröhrenentzündung aus?
  2. Wie erkenne ich eine Ösophagitis bei meinem Hund?
  3. Wie wird eine Ösophagitis behandelt?
  4. Wie ist die Prognose?

Ösophagitis ist eine Entzündung der Speiseröhre beim Hund, die das Schlucken erschwert und häufig zu Erbrechen nach dem Fressen führt.

Die Erkrankung zeigt sich meist daran, dass der Hund nach dem Fressen würgt oder den Kopf beim Schlucken unnatürlich hebt. Anders als bei einem kurzen Verschlucken bleiben diese Beschwerden bestehen, und verschlechtern sich oft mit der Zeit.

Was löst eine Speiseröhrenentzündung aus?

Gastroösophagealer Reflux ist der häufigste Auslöser: Magensäure fliesst in die Speiseröhre zurück und reizt die empfindliche Schleimhaut. Das passiert besonders bei Hunden, die hastig fressen oder direkt nach dem Futter herumtoben.

Verletzungen entstehen, wenn Hunde scharfe Gegenstände verschlucken oder heisses Futter zu schnell hinunterschlingen. Auch ätzende Substanzen wie Reinigungsmittel können die Speiseröhre schädigen, wenn sie versehentlich aufgenommen werden.

Bakterielle oder Pilzinfektionen der Speiseröhre kommen vor, sind aber seltener. Sie treten meist bei Hunden mit geschwächtem Immunsystem auf, etwa nach einer schweren Krankheit oder bei älteren Tieren.

Wie erkenne ich eine Ösophagitis bei meinem Hund?

Das deutlichste Zeichen ist schmerzhaftes Schlucken. Der Hund streckt den Hals beim Fressen ungewöhnlich, würgt ohne Erfolg oder erbricht kurz nach der Nahrungsaufnahme. Das Futter kommt dabei meist unverändert wieder hoch, ein klarer Unterschied zum normalen Erbrechen.

Weitere Anzeichen sind übermässiges Speicheln, Appetitlosigkeit trotz erkennbarem Hunger und ein verändertes Fressverhalten. Manche Hunde meiden feste Nahrung und trinken nur noch. Husten nach dem Fressen kann auftreten, wenn Futterpartikel in die Luftröhre gelangen.

Wie wird eine Ösophagitis behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei refluxbedingter Entzündung verschreibt der Tierarzt Säureblocker wie Omeprazol, die den Magensäuregehalt reduzieren. Säureblocker wirken nicht sofort, oft dauert es eine Woche, bis sich erste Besserungen zeigen.

Ebenso wichtig ist das Fütterungsmanagement. Der Hund sollte kleine, häufige Mahlzeiten erhalten und nach dem Fressen etwa zehn bis fünfzehn Minuten aufrecht bleiben. Ein erhöhter Futternapf kann das Schlucken erleichtern, weil die Schwerkraft dabei unterstützend wirkt.

Bei Infektionen kommen spezifische Antibiotika oder Antimykotika zum Einsatz. Schmerzmittel lindern das Unwohlsein beim Schlucken, sollten aber nur nach tierärztlicher Verordnung gegeben werden.

Fütterung während der Heilung

Weiches, lauwarmes Futter schont die entzündete Speiseröhre. Nassfutter lässt sich mit warmem Wasser zu einem Brei verdünnen. Trockenfutter sollte vollständig eingeweicht werden, bis es eine breiige Konsistenz hat.

Fettreiche Nahrung verstärkt den Reflux und sollte vermieden werden. Kleine Portionen alle drei bis vier Stunden belasten die Speiseröhre weniger als zwei grosse Mahlzeiten täglich.

Wie ist die Prognose?

Bei rechtzeitiger Behandlung heilt eine Ösophagitis meist folgenlos aus. Die Heilung dauert typischerweise zwei bis vier Wochen, abhängig von der Schwere der Entzündung.

Unbehandelt kann eine chronische Entzündung zu Narbenbildung führen, die das Schlucken dauerhaft erschwert. Anhaltende Schluckbeschwerden sollten deshalb immer zeitnah abgeklärt werden.