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Photodynamische Therapie

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Photodynamische Therapie
Definition

Die photodynamische Therapie (PDT) kombiniert einen lichtsensibilisierenden Wirkstoff mit gezielter Laserbestrahlung, um kranke Zellen zu zerstören.

Inhalt
  1. Wann kommt PDT bei Hunden zum Einsatz?
  2. Wie läuft die Behandlung konkret ab?
  3. Was kostet PDT und wo ist sie verfügbar?
  4. Welche Erfolgsraten hat die Therapie?

Die photodynamische Therapie (PDT) kombiniert einen lichtsensibilisierenden Wirkstoff mit gezielter Laserbestrahlung, um kranke Zellen zu zerstören. Der Photosensibilisator reichert sich bevorzugt in Tumorzellen an und wird durch rotes Licht aktiviert – dabei entstehen aggressive Sauerstoffmoleküle, die ausschliesslich die kranken Zellen angreifen.

Wann kommt PDT bei Hunden zum Einsatz?

PDT wird vor allem bei oberflächlichen Hauttumoren eingesetzt: Plattenepithelkarzinome, Basalzellkarzinome und bestimmte Sarkome stehen im Vordergrund. Die Methode eignet sich besonders für Tumoren an schwer operierbaren Stellen – etwa am Augenlid oder an den Pfoten.

Bakterielle Hautinfektionen, die auf Antibiotika nicht ansprechen, sind ein weiteres Einsatzgebiet. Bei tiefliegenden Tumoren oder Metastasen ist PDT jedoch wirkungslos, da das Licht nur wenige Millimeter ins Gewebe eindringt.

Wie läuft die Behandlung konkret ab?

Der Tierarzt trägt den Photosensibilisator als Creme auf die betroffene Stelle auf oder injiziert ihn direkt ins Gewebe. Nach einer Wartezeit von ein bis vier Stunden bestrahlt er die Stelle rund 10 bis 20 Minuten mit einem roten Diodenlaser (meist 635 nm Wellenlänge).

Während der Bestrahlung liegt der Hund in Narkose oder Sedierung. Die behandelte Stelle schwillt in den ersten Tagen an und bildet oft eine Kruste, die nach etwa zwei Wochen abfällt. In den meisten Fällen ist eine Wiederholung nach vier bis sechs Wochen notwendig.

Was kostet PDT und wo ist sie verfügbar?

Eine PDT-Sitzung kostet zwischen 800 und 1.500 Euro – je nach Tumorgrösse und Klinikstandort. Die Tierklinik der LMU München, die Kleintierklinik der Universität Leipzig und einzelne Spezialkliniken in der Schweiz bieten das Verfahren an.

In Österreich ist PDT noch seltener verfügbar – hier lohnt sich die Nachfrage bei der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Viele Tierhalter fahren für die Behandlung ins Nachbarland.

Welche Erfolgsraten hat die Therapie?

Bei oberflächlichen Plattenepithelkarzinomen liegt die Heilungsrate nach zwei PDT-Sitzungen bei etwa 70 bis 80 Prozent. Basalzellkarzinome sprechen mit 85 bis 90 Prozent noch besser an. Bei bakteriellen Infektionen zeigt sich eine Besserung meist schon nach der ersten Behandlung.

Die behandelte Hautstelle bleibt etwa 48 Stunden lichtempfindlich – direktes Sonnenlicht kann schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Das Verfahren kommt daher vor allem dann in Betracht, wenn ein Tumor chirurgisch nur schwer entfernbar ist.