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OCD

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OCD
Definition

OCD (Osteochondritis dissecans) ist eine Gelenkerkrankung, bei der sich Knorpelstücke von der Knochenoberfläche ablösen und als freie Körper im Gelenk schwimmen.

Inhalt
  1. Welche Gelenke sind bei OCD betroffen?
  2. Wie erkenne ich OCD bei meinem Hund?
  3. Was passiert ohne Behandlung?
  4. Wie wird OCD behandelt?

OCD (Osteochondritis dissecans) ist eine Gelenkerkrankung, bei der sich Knorpelstücke von der Knochenoberfläche ablösen und als freie Körper im Gelenk schwimmen.

Die Erkrankung trifft vor allem Hunde grosser Rassen zwischen dem 4. und 8. Lebensmonat. Deutsche Schäferhunde, Retriever und Rottweiler zeigen eine Veranlagung dafür. Das Problem: Der Gelenkknorpel verknöchert während des Wachstums nicht richtig und löst sich stückweise ab.

Welche Gelenke sind bei OCD betroffen?

Die Schulter ist mit 60 % aller Fälle am häufigsten betroffen. Danach folgen Ellenbogen, Knie und Sprunggelenk. Oft erkranken beide Seiten gleichzeitig – ein Hund mit OCD in der rechten Schulter entwickelt meist auch Probleme in der linken.

Wie erkenne ich OCD bei meinem Hund?

Lahmheit nach dem Aufstehen zeigt sich meist als erstes Symptom. Der Hund läuft sich dann warm, und die Beschwerden lassen nach. Bei fortgeschrittener OCD bleibt die Lahmheit bestehen und das betroffene Gelenk schwillt an.

Welpen mit OCD vermeiden es oft zu springen oder Treppen zu steigen. Sie bevorzugen weiche Liegeplätze und zeigen beim Spielen weniger Ausdauer als ihre Geschwister.

Was passiert ohne Behandlung?

Unbehandelt führt OCD zu chronischer Arthrose. Die losen Knorpelstücke reiben an der Gelenkinnenhaut und verursachen dauerhafte Entzündungen. Mit der Zeit versteift das Gelenk, und der Hund leidet unter chronischen Schmerzen.

Wie wird OCD behandelt?

Bei der OCD-Behandlung gilt die Arthroskopie heute als Standardverfahren. Der Tierarzt entfernt dabei die losen Knorpelfragmente über kleine Schnitte. Bei frühzeitiger Operation sind die Heilungschancen gut – einem Grossteil der operierten Hunde bleibt die Lahmheit danach erspart.

Konservative Behandlung mit Ruhe und Schmerzmitteln kommt nur bei sehr kleinen Defekten in Frage. Ohne Operation verschlechtert sich der Zustand meist.

Kann ich OCD vorbeugen?

Eine Garantie besteht nicht, da die genetische Veranlagung entscheidend ist. Kontrollierte Fütterung ohne Übergewicht während des Wachstums reduziert aber das Risiko. Intensive Belastung vor dem 12. Lebensmonat solltest du vermeiden.