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Neurologische Untersuchung

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Neurologische Untersuchung
Inhalt
  1. Was ist eine neurologische Untersuchung bei Hunden?
  2. Wie läuft eine neurologische Untersuchung ab?
  3. Wann wird eine neurologische Untersuchung durchgeführt?
  4. Welche Risiken birgt die Untersuchung?

Was ist eine neurologische Untersuchung bei Hunden?

Eine neurologische Untersuchung prüft das Nervensystem des Hundes – Gehirn, Rückenmark und periphere Nerven. Sie zeigt, ob Symptome wie Lahmheit, Lähmungen, Verhaltensänderungen oder Krämpfe auf eine neurologische Störung zurückgehen und welcher Bereich des Nervensystems betroffen ist.

Wie läuft eine neurologische Untersuchung ab?

Die Untersuchung folgt einem strukturierten Schema:

  1. Anamnese (Vorgeschichte):
    • Der Tierarzt erfragt Entwicklung der Symptome, Alter, Rasse, Impfstatus und Vorerkrankungen des Hundes.
  2. Klinische Allgemeinuntersuchung:
    • Grunderkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf, Stoffwechsel), die neurologische Symptome auslösen können, werden ausgeschlossen.
  3. Beurteilung des Bewusstseins und Verhaltens:
    • Der Tierarzt beobachtet, ob der Hund normal auf Umweltreize reagiert oder Bewusstseinstrübungen zeigt.
  4. Überprüfung der Haltung und Bewegung:
    • Belastung aller vier Gliedmassen, Koordination, Anzeichen von Ataxie (unkoordinierte Bewegung), Lähmung oder Zwangsbewegungen werden dokumentiert.
  5. Untersuchung der Hirnnerven:
    • Die zwölf Hirnnerven werden getestet, zum Beispiel der Pupillenreflex (Lichtreaktion), Lidschlussreflex, Kiefertonus oder die Gesichtssymmetrie.
  6. Test der Haltungs- und Stellreaktionen:
    • Der Tierarzt dreht die Pfote auf den Handrücken und prüft, ob der Hund die Fehlstellung sofort korrigiert (propriozeptive Wahrnehmung).
  7. Reflexprüfung:
    • Reflexe an Vorder- und Hinterbeinen werden getestet, etwa der Patellarsehnenreflex (Kniescheiben-Reflex) oder der Flexorreflex (Beugereflex).
  8. Schmerzwahrnehmung:
    • Oberflächliche und tiefe Schmerzempfindung werden überprüft, besonders bei Verdacht auf Rückenmarksverletzungen.

Die Ergebnisse grenzen die betroffene Region ein (Grosshirn, Hirnstamm, Rückenmark, peripheres Nervensystem) und bestimmen, welche weiteren Diagnoseschritte sinnvoll sind: Blutuntersuchung, Röntgen, CT, MRT oder Liquoruntersuchung.

Wann wird eine neurologische Untersuchung durchgeführt?

Eine neurologische Untersuchung ist indiziert bei folgenden Symptomen:

  • Lahmheit, Lähmung (Parese, Plegie)
  • Schwäche, Muskelatrophie
  • Krampfanfälle (Epilepsie)
  • Wesens- oder Verhaltensänderungen
  • Probleme beim Harn- oder Kotabsatz
  • Drangwandern, Kreislaufen, Umkippen
  • Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
  • Kopfschiefhaltung, Nystagmus (unwillkürliche Augenbewegungen)

Welche Risiken birgt die Untersuchung?

Die neurologische Untersuchung ist nicht-invasiv und birgt praktisch kein Risiko. Es erfolgen keine Eingriffe in den Körper, bleibende Schäden sind nicht zu erwarten. Die Untersuchung ist für den Hund sicher und schmerzfrei.