Muskelzerrung
Eine Muskelzerrung entsteht, wenn einzelne Muskelfasern durch Überdehnung oder plötzliche Belastung beschädigt werden, ohne zu reißen.
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Eine Muskelzerrung entsteht, wenn einzelne Muskelfasern durch Überdehnung oder plötzliche Belastung beschädigt werden, ohne zu reissen.
Wann passiert eine Muskelzerrung beim Hund?
Die meisten Zerrungen entstehen bei abrupten Richtungswechseln – etwa wenn der Hund einem Ball hinterherjagt und plötzlich abbremst. Auch beim Agility oder bei Sprüngen über Hindernisse kann es passieren. Ältere Hunde oder solche mit schwacher Muskulatur trifft es häufiger, besonders nach längeren Ruhephasen.
Mangelnde Aufwärmung spielt eine grosse Rolle. Ein Hund, der aus dem Liegen heraus sofort losrennt, belastet kalte Muskeln – das Risiko steigt deutlich.
Wie erkenne ich eine Muskelzerrung bei meinem Hund?
Dein Hund humpelt plötzlich nach einer intensiven Spieleinheit oder zeigt Unlust bei Bewegungen, die normalerweise kein Problem sind. Im Unterschied zu einem Knochenbruch belastet er das Bein meist noch teilweise, vermeidet aber bestimmte Bewegungen.
Beim Abtasten reagiert der betroffene Muskelbereich empfindlich – der Hund zieht sich zurück oder zeigt Anspannung. Die Stelle ist manchmal leicht erwärmt, Schwellungen bleiben aber meist aus.
Was unterscheidet eine Zerrung von einem Muskelfaserriss?
Bei einer Zerrung bleibt die Muskelstruktur intakt. Der Hund kann das Bein noch belasten, wenn auch ungern. Bei einem Muskelfaserriss hingegen vermeidet er jede Belastung – das Bein wird hochgehalten oder nur zur Stütze aufgesetzt.
Eine Zerrung heilt in der Regel binnen einer Woche aus. Ein Faserriss benötigt mehrere Wochen und zeigt oft sichtbare Schwellungen oder Verhärtungen im Muskel.
Wie behandle ich eine Muskelzerrung richtig?
Die Sofortmassnahme ist Ruhe – keine Spaziergänge, kein Toben. Eine Kühlung mit einem feuchten Handtuch für rund 10 Minuten kann in den ersten Stunden helfen; eiskalte Kompressen sind jedoch zu aggressiv für Hundehaut.
Nach zwei bis drei Tagen kannst du mit leichten Bewegungen beginnen – kurze, langsame Spaziergänge an der Leine. In unkomplizierten Fällen ist der Hund nach etwa einer Woche wieder fit. Verschlechtert sich das Humpeln oder hält es länger als eine Woche an, ist der Tierarztbesuch überfällig.
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