Maulgeruch
Maulgeruch beim Hund ist ein unangenehmer Geruch aus dem Maul, der von harmlosen Futterresten bis zu bakteriellen Entzündungen reichen kann.
Inhalt
Woran erkennst du problematischen Maulgeruch?
Normaler Hundeatem riecht nicht blumig – das ist klar. Problematisch wird es, wenn der Geruch süsslich-faulig wird oder an verrottenden Fisch erinnert. Manche Halter beschreiben ihn als „Geruch nach totem Tier“. Eine solche Intensität zeigt meist bakterielle Prozesse im Maul an.
Ein Hund mit gesunden Zähnen hat morgens stärkeren Maulgeruch als abends – das ist normal. Bleibt der intensive Geruch nach dem Fressen oder Trinken, liegt meist ein Problem vor.
Was löst starken Maulgeruch aus?
Die häufigste Ursache sind Bakterien, die sich zwischen Zahnfleisch und Zahn ansammeln. Sie zersetzen Futterreste und produzieren schwefelhaltige Verbindungen – daher der faulige Geruch.
Bei älteren Hunden entwickelt sich oft eine Parodontitis. Das Zahnfleisch zieht sich zurück, Zahnhälse liegen frei, und in den entstandenen Taschen sammeln sich Bakterien. Ein typisches Zeichen: Das Zahnfleisch blutet beim Kauen auf harten Gegenständen.
Süsslicher Maulgeruch kann auf Diabetes hindeuten. Riecht der Atem nach Ammoniak oder Urin, arbeiten möglicherweise die Nieren nicht richtig. Solche Gerüche entwickeln sich meist über Wochen, nicht plötzlich.
Wann musst du zum Tierarzt?
Sofort zum Tierarzt, wenn dein Hund plötzlich nicht mehr fressen will und starken Maulgeruch entwickelt. Das kann eine Zahnentzündung oder einen Fremdkörper im Maul bedeuten.
Auch bei folgenden Zeichen solltest du nicht warten: Zahnfleischbluten, lockere Zähne, einseitiges Kauen oder wenn dein Hund den Kopf schief hält beim Fressen. All das deutet meist auf fortgeschrittene Zahnprobleme hin.
Ein Tierarzt kann unter Narkose eine gründliche Maulhygiene durchführen und Zahnstein entfernen. Bei bakteriellen Entzündungen verschreibt er Antibiotika – aber nur nach genauer Untersuchung.
Was kannst du selbst machen?
Täglich Zähneputzen bringt am meisten für die Maulhygiene. Nimm eine weiche Hundezahnbürste und spezielle Hundezahnpasta – nie die für Menschen. Menschliche Zahnpasta enthält Fluorid, das für Hunde giftig ist.
Kauknochen aus getrocknetem Rind oder spezielle Dentalsticks können helfen, ersetzen das Zähneputzen aber nicht. Achte darauf, dass der Kauknochen nicht zu hart ist – er sollte sich mit dem Fingernagel eindrücken lassen.
Manche Hunde lassen sich das Maul mit einem feuchten Tuch ausreiben. Das entfernt zumindest oberflächliche Beläge und gewöhnt den Hund an Maulkontrolle.
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