Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Massagetechnik, die den Abtransport von Gewebeflüssigkeit über das Lymphsystem des Hundes fördert.
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Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Massagetechnik, die den Abtransport von Gewebeflüssigkeit über das Lymphsystem des Hundes fördert.
Bei einem gesunden Hund transportiert das Lymphsystem täglich rund zwei bis drei Liter Flüssigkeit ab. Nach Operationen oder Verletzungen kann dieser Transport gestört sein – dann sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe, und der betroffene Bereich schwillt an.
Wann benötigt mein Hund eine Lymphdrainage?
Die Behandlung kommt vor allem nach chirurgischen Eingriffen zum Einsatz. Ein Beispiel: Hat dein Hund eine Kreuzbandriss-Operation hinter sich, schwillt das Knie oft stark an. Aus der Tierphysiotherapie-Praxis wird berichtet, dass die Lymphdrainage solche Schwellungen spürbar reduzieren kann – genaue Werte hängen vom Einzelfall ab.
Auch bei chronischen Lymphödemen wird die Behandlung eingesetzt. Lymphödeme entstehen zum Beispiel, wenn Lymphknoten entfernt wurden oder das Lymphsystem von Geburt an nicht richtig funktioniert. Ein betroffener Hund hat dann dauerhaft geschwollene Gliedmassen oder andere verdickte Körperstellen.
Wie läuft eine Lymphdrainage-Sitzung ab?
Der Tierphysiotherapeut arbeitet mit sehr sanften, kreisenden Bewegungen. Der Druck ist so leicht, dass er gerade die Haut verschiebt – etwa wie beim Streicheln. Eine Sitzung dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten.
Behandelt wird nicht nur die geschwollene Stelle. Der Therapeut beginnt an den Lymphknoten, die das betroffene Gebiet entwässern, und arbeitet sich dann zur Schwellung vor. So kann die gestaute Flüssigkeit besser abfliessen.
Die meisten Hunde entspannen sich während der Behandlung sichtbar. Manche schlafen sogar ein.
Was kostet eine Behandlung und wie oft ist sie nötig?
Eine Lymphdrainage-Sitzung kostet je nach Region und Praxis zwischen 45 und 80 Euro. Bei akuten Schwellungen nach Operationen reichen oft drei bis fünf Termine aus. Chronische Lymphödeme erfordern dagegen eine Dauerbehandlung – meist ein- bis zweimal pro Woche.
Die Hundeversicherung übernimmt die Kosten nur selten. Manche Operationsversicherungen zahlen die Nachbehandlung mit. Das solltest du vorher klären.
Wann sollte ich auf Lymphdrainage verzichten?
Bei Entzündungen oder Infekten ist die Behandlung tabu. Die Massage könnte Bakterien oder Viren weiter im Körper verteilen. Auch bei Herzproblemen ist Vorsicht geboten – das zusätzliche Flüssigkeitsvolumen im Blutkreislauf kann das Herz überlasten.
Krebs gilt ebenfalls als Kontraindikation. Die verstärkte Lymphzirkulation könnte theoretisch Tumorzellen verbreiten, auch wenn dafür beim Hund keine Belege existieren.
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