Lungenwürmer
Lungenwürmer sind fadenförmige Parasiten, die sich in den Atemwegen und Lungen von Hunden ansiedeln und dort ihre Eier ablegen.
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Lungenwürmer sind fadenförmige Parasiten, die sich in den Atemwegen und Lungen von Hunden ansiedeln und dort ihre Eier ablegen.
Zwei Arten dominieren bei deutschen Hunden: Angiostrongylus vasorum (Französischer Herzwurm) und Crenosoma vulpis (Fuchslungenwurm). Was Tierärzte vor zehn Jahren noch als exotische Ausnahme sahen, wird heute regelmäßig diagnostiziert – besonders in Süddeutschland und den Alpenregionen.
Wie steckt sich mein Hund mit Lungenwürmern an?
Dein Hund nimmt die Larven über Zwischenwirte auf. Schnecken sind die Hauptüberträger – bereits das Ablecken einer Schneckenspur auf dem Gartentisch reicht für eine Infektion.
Frösche und Mäuse können ebenfalls infizierte Larven tragen. Jagdhunde haben ein erhöhtes Risiko, da sie häufiger mit diesen Beutetieren in Kontakt kommen. Auch das Trinken aus Pfützen oder Teichen birgt Gefahr, wenn dort infizierte Schnecken leben.
Woran erkenne ich einen Lungenwurmbefall?
Chronischer Husten ist das häufigste Anzeichen – oft verwechseln Halter das mit einer harmlosen Erkältung. Der Husten wird über Wochen nicht besser und tritt besonders nach Belastung auf.
Weitere Symptome:
- Schweres Atmen nach geringer Anstrengung
- Blutiger Auswurf beim Husten
- Deutlicher Gewichtsverlust trotz normaler Futteraufnahme
- Extreme Müdigkeit nach kurzen Spaziergängen
Bei Angiostrongylus vasorum können zusätzlich Blutgerinnungsstörungen auftreten – kleine Wunden bluten dann ungewöhnlich lang.
Wie wird der Lungenwurmbefall diagnostiziert?
Dein Tierarzt untersucht eine Kotprobe auf Larven – das funktioniert aber nur, wenn die Würmer bereits Eier produzieren. Diese Vorlaufzeit beträgt mehrere Wochen.
Zuverlässiger ist ein Bluttest, der spezifische Antikörper nachweist. Röntgenbilder zeigen charakteristische Veränderungen in der Lunge, aber erst bei fortgeschrittenen Infektionen.
Bei unklaren Fällen führt der Tierarzt eine Probebehandlung durch – bessern sich die Symptome nach der Entwurmung, war die Diagnose richtig.
Wie werden Lungenwürmer behandelt?
Fenbendazol über 7-14 Tage ist die Standardtherapie. Bei schweren Fällen verschreibt der Tierarzt zusätzlich Kortison gegen die Lungenentzündung.
Die Behandlung dauert mindestens drei Wochen – manche Würmer überleben die erste Behandlungsrunde. Eine Kontrolluntersuchung nach vier Wochen bestätigt den Erfolg.
Spot-On-Präparate mit Moxidectin wirken ebenfalls, kosten aber mehr als die Tabletten-Therapie.
Kann ich meinen Hund vor Lungenwürmern schützen?
Einige monatliche Wurmkuren enthalten Wirkstoffe, die auch Lungenwürmer abtöten. Das ist aber nur in Risikogebieten sinnvoll – und auch dann umstritten.
Praktischer ist es, Schnecken konsequent aus dem Garten zu entfernen und den Hund davon abzuhalten, Pfützenwasser zu trinken. Kontrolliere nach Waldspaziergängen das Maul auf Schneckenschleim-Reste.
Jagdhunde sollten nicht aus stehenden Gewässern trinken – pack immer eine Wasserflasche ein.
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