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Lahmheitsuntersuchung

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Lahmheitsuntersuchung
Definition

Eine Lahmheitsuntersuchung ist die systematische Analyse von Gangstörungen beim Hund durch den Tierarzt.

Inhalt
  1. Wann ist eine Lahmheitsuntersuchung notwendig?
  2. Wie läuft die Untersuchung konkret ab?
  3. Welche Untersuchungsmethoden kommen zum Einsatz?
  4. Was unterscheidet verschiedene Lahmheitsformen?

Eine Lahmheitsuntersuchung ist die systematische Analyse von Gangstörungen beim Hund durch den Tierarzt. Gezielte Bewegungstests, Palpation und bildgebende Verfahren helfen dabei, die Ursachen veränderter Bewegungsmuster zu bestimmen.

Wann ist eine Lahmheitsuntersuchung notwendig?

Du solltest deinen Hund untersuchen lassen, wenn er humpelt, ein Bein entlastet oder sein Gangbild verändert hat. Auch subtile Anzeichen wie Steifheit beim Aufstehen, Unwillen zu springen oder einseitige Muskelatrophie rechtfertigen eine Untersuchung.

Wie läuft die Untersuchung konkret ab?

Der Tierarzt beobachtet zunächst das Gangbild im Schritt und Trab auf gerader Strecke. Er achtet auf Kopfnicken, Beckenschiefstand und die Belastung aller vier Gliedmassen. Dann folgt die Palpation: Jedes Gelenk wird einzeln bewegt, auf Schwellungen, Wärme und Schmerzreaktion geprüft.

Bei der orthopädischen Untersuchung testet der Tierarzt spezifische Bewegungen. Der Schubladentest prüft das Kreuzband, die Abduktion der Hüfte zeigt Gelenkprobleme auf. Oft liefern diese Einzeltests präzisere Hinweise als das blosse Gangbild.

Welche Untersuchungsmethoden kommen zum Einsatz?

Röntgenaufnahmen decken Knochenbrüche, Arthrose und Gelenkfehlstellungen auf. Bei Verdacht auf Weichteilverletzungen schliesst sich häufig eine Ultraschalluntersuchung an. In komplexen Fällen kann eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie nötig werden.

Blutuntersuchungen sind relevant, wenn Muskelentzündungen oder systemische Erkrankungen als Ursache in Frage kommen. Erhöhte Muskelenzyme im Blut weisen auf Muskeldegenerationen hin.

Was unterscheidet verschiedene Lahmheitsformen?

Stützbeinlahmheit zeigt sich durch verkürzte Bodenkontaktzeit des betroffenen Beins. Der Hund belastet das Bein weniger oder gar nicht. Hangbeinlahmheit erkennt man an veränderter Beinführung während der Schwungphase – das Bein wird anders vorgeführt als normal.

Gemischte Lahmheit kombiniert beide Formen und deutet oft auf schwerwiegendere Probleme hin. Anhand dieser Unterscheidung kann der Tierarzt die betroffenen Strukturen gezielter eingrenzen.