Kreuzbein (Os sacrum)
Das Kreuzbein (Os sacrum) entsteht aus drei bis vier Wirbeln, die bei erwachsenen Hunden vollständig miteinander verwachsen sind und die Wirbelsäule fest mit dem Becken verbinden.
Inhalt
Was ist das Kreuzbein beim Hund?
Das Kreuzbein (Os sacrum) entsteht aus drei bis vier Wirbeln, die bei erwachsenen Hunden vollständig miteinander verwachsen sind. Es bildet das Bindeglied zwischen der Lendenwirbelsäule und den ersten Schwanzwirbeln und verbindet die Wirbelsäule fest mit dem Becken über die Kreuz-Darmbein-Gelenke.
Bei grossen Hunderassen ist das Kreuzbein deutlich massiver ausgeprägt als bei kleinen Rassen. Diese Anpassung trägt den höheren Kräften Rechnung, die beim Sprung und Lauf auf die Verbindung zwischen Hinterbeinen und Rumpf wirken.
Welche Funktion hat das Kreuzbein?
Das Kreuzbein überträgt die Kraft der Hinterbeine auf den Rumpf. Beim Sprint presst der Hund mit den Hinterbeinen gegen den Boden – diese Kraft läuft über das Kreuzbein in die Wirbelsäule.
Gleichzeitig dient es als Ursprung für den Musculus gluteus medius, einen der stärksten Hüftmuskeln. Dieser Muskel stabilisiert das Becken beim einseitigen Bodenkontakt – etwa wenn der Hund auf drei Beinen steht.
Welche Probleme können am Kreuzbein auftreten?
Kreuzbeinfrakturen entstehen meist durch Verkehrsunfälle oder Stürze aus grosser Höhe. Sie äussern sich durch Lahmheit der Hinterbeine und Schmerzen beim Aufstehen.
Spondylose kann die Kreuz-Darmbein-Gelenke befallen. Dabei bilden sich knöcherne Brücken zwischen den Wirbelkörpern. Besonders Deutsche Schäferhunde und andere grosse Rassen sind betroffen.
Eine Cauda-equina-Kompression entsteht, wenn Nerven am Übergang zwischen Kreuzbein und den ersten Schwanzwirbeln eingeklemmt werden. Betroffene Hunde haben Schwierigkeiten beim Kotabsatz und zeigen eine schwankende Hinterhand.
Wie wird eine Kreuzbeinkrankung diagnostiziert?
Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen zeigen Frakturen und knöcherne Veränderungen. Bei Verdacht auf Nervenprobleme kann eine Magnetresonanztomografie notwendig werden.
Der Tierarzt prüft dabei die Reflexe an den Hinterbeinen und testet die Schmerzempfindung am Schwanz. Diese neurologische Untersuchung gibt Hinweise darauf, welche Nerven betroffen sind.
Was kannst du zur Vorbeugung tun?
Kontrolliertes Muskeltraining stärkt die Glutealmuskulatur und entlastet die Kreuz-Darmbein-Gelenke. Schwimmen eignet sich hier besonders, weil der Wasserdruck die Gelenke stützt.
Bei übergewichtigen Hunden reduziert eine Gewichtsabnahme die Belastung auf das Kreuzbein merklich. Jedes Kilogramm weniger bedeutet vier Kilogramm weniger Belastung für die Hinterbeine beim Sprung.
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