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Kombinationsimpfstoff

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Kombinationsimpfstoff
Inhalt
  1. Was ist ein Kombinationsimpfstoff?
  2. Häufige Kombinationsimpfstoffe für Hunde
  3. Vorteile von Kombinationsimpfstoffen
  4. Krankheiten, gegen die Kombinationsimpfstoffe schützen
  5. Wann und wie oft sollten Hunde geimpft werden?
  6. Nebenwirkungen von Kombinationsimpfstoffen

Ein Kombinationsimpfstoff ist eine Impfung, die mehrere Impfstoffe gegen verschiedene Krankheiten in einer einzigen Injektion vereint. Das erleichtert den Impfprozess und schützt den Hund gleichzeitig vor mehreren Krankheiten. In der Tiermedizin gehören Kombinationsimpfstoffe zur Routineversorgung.

Was ist ein Kombinationsimpfstoff?

Ein Kombinationsimpfstoff enthält Antigene von mehreren Erregern in einem einzigen Präparat. Das Immunsystem des Hundes wird dadurch gleichzeitig gegen verschiedene Krankheitserreger stimuliert. Die meisten Kombinationsimpfstoffe decken Grundkrankheiten wie Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Leptospirose ab.

Häufige Kombinationsimpfstoffe für Hunde

SHPPi-L

Diese Kombination schützt gegen folgende Krankheiten:

  • S: Staupe (Canine Distemper Virus)
  • H: Hepatitis (Canines Adenovirus Typ 1)
  • P: Parvovirose (Canines Parvovirus)
  • Pi: Parainfluenza
  • L: Leptospirose (mehrere Serotypen)

Der SHPPi-L-Impfstoff deckt die wichtigsten Grundkrankheiten ab und wird Welpen wie erwachsenen Hunden regelmässig verabreicht.

DHPPi

Eine weitere gängige Kombination:

  • D: Staupe
  • H: Hepatitis
  • P: Parvovirose
  • Pi: Parainfluenza

Der DHPPi-Impfstoff deckt die wichtigsten Infektionskrankheiten des Hundes ab. Im Unterschied zum SHPPi-L fehlt hier der Schutz vor Leptospirose.

Tollwut-Kombinationsimpfstoff

In einigen Fällen wird auch der Tollwutimpfstoff in einen Kombinationsimpfstoff integriert. Tollwut ist eine Zoonose, also auf den Menschen übertragbar, und in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben.

Vorteile von Kombinationsimpfstoffen

Weniger Injektionen: Da ein Kombinationsimpfstoff mehrere Wirkstoffe in einer Injektion vereint, muss der Hund seltener geimpft werden. Weniger Tierarztbesuche bedeuten weniger Stress für das Tier.

Breiter Schutz: Mit einer einzigen Impfung wird der Hund gegen mehrere Krankheiten geschützt. Besonders bei jungen Hunden, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist, hat das Gewicht.

Weniger Nebenwirkungen: Kombinationsimpfstoffe können im Vergleich zu mehreren separaten Impfungen weniger Nebenwirkungen verursachen. Da alle Wirkstoffe in einer Dosis verabreicht werden, wird das Immunsystem nicht mehrfach belastet, lokale Reaktionen wie Schwellungen an der Injektionsstelle treten seltener auf.

Kosten- und Zeitersparnis: Ein Kombinationsimpfstoff ist oft kostengünstiger, weil weniger Tierarztbesuche und Injektionen anfallen.

Krankheiten, gegen die Kombinationsimpfstoffe schützen

Kombinationsimpfstoffe schützen vor diesen Krankheiten:

  1. Staupe: Hochansteckende Virusinfektion, die Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Nervensystem befällt. Der Verlauf ist häufig tödlich.
  2. Hepatitis (CAV-1): Viruserkrankung, die die Leber und andere Organe betrifft und zu schweren Leberschäden oder zum Tod führen kann.
  3. Parvovirose: Extrem ansteckende Virusinfektion, die vor allem den Magen-Darm-Trakt von Hunden befällt und zu schwerem Durchfall und Erbrechen führt. Besonders junge Hunde sind gefährdet.
  4. Leptospirose: Bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Urin übertragen wird und Nieren- sowie Leberschäden verursacht. Die Krankheit kann auch auf den Menschen übertragen werden.
  5. Parainfluenza: Virus, das zu Atemwegsinfektionen und Zwingerhusten führt und oft in Kombination mit anderen Krankheitserregern auftritt.
  6. Tollwut: Tödliche Virusinfektion, die durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen wird. Tollwut ist eine Zoonose und in vielen Ländern eine Pflichtimpfung.

Wann und wie oft sollten Hunde geimpft werden?

Welpen erhalten ihre erste Kombinationsimpfung im Alter von 6 bis 8 Wochen. Die Grundimmunisierung wird in regelmässigen Abständen wiederholt, bis der Welpe etwa 16 Wochen alt ist. Danach folgt eine Auffrischimpfung nach 12 Monaten. Erwachsene Hunde sollten je nach Impfstoff und regionalen Empfehlungen alle ein bis drei Jahre aufgefrischt werden.

Der genaue Impfplan hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Umgebung, in der der Hund lebt, und dem Ansteckungsrisiko durch andere Hunde.

Nebenwirkungen von Kombinationsimpfstoffen

Kombinationsimpfstoffe sind in der Regel sicher und gut verträglich. Wie bei allen Impfungen können jedoch gelegentlich Nebenwirkungen auftreten. Die häufigsten Reaktionen sind:

  • Leichte Schwellung oder Empfindlichkeit an der Injektionsstelle.
  • Leichte Müdigkeit oder Trägheit nach der Impfung.
  • In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten, die sich in Schwellungen, Erbrechen oder Atemproblemen äussern. In solchen Fällen sollte sofort ein Tierarzt kontaktiert werden.

Der Schutz vor diesen Krankheiten überwiegt das Risiko kleiner Nebenwirkungen deutlich.