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Kastration des Rüden

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Kastration des Rüden
Definition

Die Kastration entfernt beide Hoden des Rüden operativ und macht ihn dauerhaft unfruchtbar.

Inhalt
  1. Wie läuft die Kastration beim Rüden ab?
  2. Wann ist eine Kastration beim Rüden sinnvoll?
  3. Welche Risiken hat die Kastration?
  4. Was kostet die Kastration eines Rüden?

Die Kastration entfernt beide Hoden des Rüden operativ und macht ihn dauerhaft unfruchtbar.

Anders als bei der Sterilisation bleiben die hormonproduzierenden Keimdrüsen nicht erhalten. Eine reine Durchtrennung der Samenleiter – wie sie bei Menschen üblich ist – wird bei Hunden praktisch nie durchgeführt.

Wie läuft die Kastration beim Rüden ab?

Der Eingriff dauert 30 bis 45 Minuten unter Vollnarkose.

Der Tierarzt öffnet den Hodensack mit einem kleinen Schnitt und entfernt beide Hoden samt Nebenhoden. Die Gefässe werden abgebunden oder verschweisst. Die Hautwunde wird mit resorbierbaren Fäden verschlossen.

Nach zwei bis drei Stunden Aufwachphase kann der Rüde nach Hause. Ein Halskragen verhindert das Belecken der Wunde. Die Fäden lösen sich nach zehn bis vierzehn Tagen von selbst auf oder werden gezogen.

Die meisten Rüden sind nach drei Tagen wieder normal aktiv. Schwimmen und wildes Toben sollten zwei Wochen warten.

Wann ist eine Kastration beim Rüden sinnvoll?

Medizinische Gründe machen den Eingriff unvermeidbar: Hodenkrebs, Hodenhochstand oder schwere Prostataprobleme.

Bei Verhaltensauffälligkeiten ist die Wirkung unvorhersagbar. Hypersexuelles Verhalten, Markieren oder Aggression gegenüber anderen Rüden können sich bessern – müssen aber nicht. Bereits eingelernte Verhaltensweisen verschwinden durch die Kastration meist nicht.

Reine Fortpflanzungsverhütung erreicht auch ein Kastrationschip für ein bis zwei Jahre. Das ist reversibel und zeigt, ob sich das Verhalten tatsächlich ändert.

Welche Risiken hat die Kastration?

Das Narkoserisiko ist bei gesunden Rüden minimal. Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen kommen bei unter zwei Prozent der Operationen vor.

Langfristig steigt das Risiko für Übergewicht um etwa 20 Prozent. Der Energiebedarf sinkt nach der Kastration merklich. Das Fell kann bei langhaarigen Rassen weicher und dichter werden.

Bei sehr jungen Rüden unter sechs Monaten können Wachstumsstörungen auftreten. Bei älteren Hunden über acht Jahren verändert sich das Temperament seltener als erwartet.

Eine einseitige Kastration ist möglich, wenn nur ein Hoden erkrankt ist. Diese Lösung erhält die Hormonproduktion teilweise und kommt meist bei Senioren zum Einsatz.

Was kostet die Kastration eines Rüden?

Die Kosten liegen zwischen 200 und 400 Euro je nach Region und Praxis.

Enthalten sind Narkose, Operation, Nachkontrolle und meist auch Schmerzmittel für zu Hause. Zusätzliche Kosten entstehen durch Voruntersuchung (Blutbild) oder Komplikationen.