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Kardiologie

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Kardiologie
Definition

Kardiologie ist das tiermedizinische Fachgebiet für Herzerkrankungen beim Hund – von der Diagnose bis zur Therapie.

Inhalt
  1. Welche Herzerkrankungen kommen beim Hund häufig vor?
  2. Woran erkenne ich Herzprobleme bei meinem Hund?
  3. Was passiert bei der kardiologischen Untersuchung?
  4. Wann braucht mein Hund einen Kardiologen?

Kardiologie ist das tiermedizinische Fachgebiet für Herzerkrankungen beim Hund – von der Diagnose bis zur Therapie.

Dein Hund zeigt keine offensichtlichen Symptome? Herzerkrankungen entwickeln sich oft schleichend. Während Menschen über Brustschmerzen klagen können, bleibt eine Herzschwäche beim Hund lange unbemerkt. Erst wenn das Herz nicht mehr kompensieren kann, siehst du Anzeichen wie Husten nach dem Aufstehen oder schnellere Erschöpfung beim Spaziergang.

Welche Herzerkrankungen kommen beim Hund häufig vor?

Die häufigste Herzerkrankung bei älteren Hunden ist die Mitralklappeninsuffizienz. Dabei schließt die linke Herzklappe nicht mehr richtig – Blut fließt zurück und belastet das Herz. Bei jüngeren Hunden, besonders großen Rassen, tritt die dilatative Kardiomyopathie auf: Das Herz erweitert sich und pumpt schwächer.

Angeborene Herzfehler wie Pulmonalstenose oder persistierender Ductus arteriosus betreffen meist Welpen bestimmter Rassen. Deutsche Doggen, Dobermänner und Irish Wolfhounds haben eine genetische Veranlagung für Herzerkrankungen.

Woran erkenne ich Herzprobleme bei meinem Hund?

Frühe Anzeichen einer Herzerkrankung sind subtil: Dein Hund braucht nach dem Spaziergang länger zum Erholen. Er hechelt nachts ohne ersichtlichen Grund. Oder er hustet morgens nach dem Aufstehen – besonders kleine Rassen wie Cavalier King Charles Spaniel.

Fortgeschrittene Symptome sind eindeutiger: blau-violette Zunge beim Toben, Kollaps nach Anstrengung, geschwollener Bauch durch Wassereinlagerungen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Herzerkrankung bereits fortgeschritten.

Was passiert bei der kardiologischen Untersuchung?

Der Kardiologe hört zuerst das Herz ab – Herzgeräusche verraten Klappenprobleme. Das Herzecho (Ultraschall) zeigt die Herzgröße und Pumpfunktion. Kostet zwischen 150 und 300 Euro, liefert aber präzise Diagnosen.

Ein EKG misst den Herzrhythmus – bei Dobermännern etwa, die zu Rhythmusstörungen neigen. Röntgenaufnahmen zeigen, ob das Herz vergrößert ist oder sich Wasser in der Lunge sammelt.

Blutuntersuchungen prüfen Nieren- und Leberwerte – die Medikamente gegen Herzschwäche belasten diese Organe.

Wann braucht mein Hund einen Kardiologen?

Dein Tierarzt hört ein Herzgeräusch? Ab Grad 3 von 6 ist eine kardiologische Abklärung sinnvoll. Bei Rassen mit bekannten Herzproblemen solltest du bereits im Welpenalter screenen lassen.

Eine Überweisung ist auch dann notwendig, wenn dein Hund trotz Herzmedikamenten weiter hustet oder an Kondition verliert. Manchmal muss die Therapie angepasst oder kombiniert werden.