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Hot Spot – HotSpot

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Hot Spot – HotSpot
Definition

Ein Hot Spot ist eine akut entzündete, nässende Hautstelle beim Hund, die innerhalb weniger Stunden entstehen kann.

Inhalt
  1. Warum entstehen Hot Spots so plötzlich?
  2. Wie erkenne ich einen Hot Spot sicher?
  3. Was mache ich als Erste Hilfe?
  4. Wann muss der Tierarzt ran?
  5. Wie verhindere ich weitere Hot Spots?

Ein Hot Spot ist eine akut entzündete, nässende Hautstelle beim Hund, die innerhalb weniger Stunden entstehen kann. Die runden, hochroten Flecken sondern übel riechendes Sekret ab und breiten sich ohne Behandlung schnell aus.

Manche Hundehalter verwechseln Hot Spots mit harmlosen Kratzern oder Insektenstichen. Der entscheidende Unterschied: Hot Spots nässen stark, riechen penetrant und der Hund leckt obsessiv daran.

Warum entstehen Hot Spots so plötzlich?

Ein winziger Flohbiss reicht aus. Der Hund kratzt sich, bricht die Hautoberfläche auf – und binnen Stunden entsteht eine entzündete Stelle, die sich selbst verstärkt. Jedes Lecken verschlimmert die Entzündung, was mehr Juckreiz auslöst.

Besonders gefährdet sind Golden Retriever, Berner Sennenhunde und andere Rassen mit dichtem Unterfell. Hier staut sich Feuchtigkeit, was Bakterien ideale Bedingungen bietet.

Typische Auslöser sind Flohspeichel-Allergien, kleine Verletzungen durch Dornen oder auch nur ein verklebtes Haarbüschel, das beim Kratzen die Haut aufreisst.

Wie erkenne ich einen Hot Spot sicher?

Der Hot Spot ist scharf begrenzt, rund oder oval und komplett haarlos. Das Sekret ist gelblich oder blutig und riecht süsslich-faulig. Die Haut drumherum ist hochrot und warm.

Lieblingsstellen sind der Bereich hinter den Ohren, die Flanke und die Aussenseite der Oberschenkel. Ein Hot Spot am Hals entsteht oft durch reibende Halsbänder bei Hunden mit dickem Fell.

Dein Hund leckt permanent an der Stelle, auch nachts. Manche Hunde werden dabei so besessen, dass sie das Fressen vergessen.

Was mache ich als Erste Hilfe?

Stoppe sofort das Lecken. Ein aufblasbarer Halskragen wirkt besser als die harten Plastiktrichter – der Hund kann damit noch fressen und trinken.

Schneide das Fell um die Stelle grosszügig weg. Mindestens zwei Zentimeter über den sichtbaren Rand hinaus. Das Haar verklebt sonst mit dem Sekret und verschlimmert alles.

Spüle die Wunde vorsichtig mit lauwarmem Wasser ab. Keine Seife, kein Desinfektionsmittel aus der Hausapotheke. Diese brennen und treiben den Hund zum verstärkten Lecken.

Tupfe die Stelle mit einem sauberen Handtuch trocken. Reiben verstärkt die Entzündung.

Wann muss der Tierarzt ran?

Sofort, wenn der Hot Spot grösser als eine Zwei-Euro-Münze ist oder dein Hund Fieber hat. Auch wenn sich mehrere Stellen gleichzeitig entwickeln, liegt meist eine schwere Allergie vor.

Bei kleinen Hot Spots hast du 24 Stunden Zeit für die Erste Hilfe. Wird die Stelle nicht kleiner oder riecht noch penetranter, brauchst du tierärztliche Hilfe.

Der Tierarzt verschreibt meist kortisonhaltige Salben und bei bakterieller Infektion Antibiotika. Wichtiger ist aber: Er findet die Ursache. Ohne die zu beseitigen, kommt der nächste Hot Spot garantiert.

Wie verhindere ich weitere Hot Spots?

Kontrolliere bei langhaarigen Hunden täglich die Haut unter dem Fell. Besonders nach Spaziergängen in hohem Gras oder wenn dein Hund nass geworden ist.

Trockne deinen Hund nach dem Baden oder Schwimmen gründlich ab. Föhne dabei das Unterfell auf niedriger Stufe – feuchte Hautstellen sind Hot-Spot-Brutstätten.

Bei Flohbefall reicht es nicht, nur deinen Hund zu behandeln. Flöhe entwickeln sich in Teppichen und Polstern. Ohne Umgebungsbehandlung kehren sie zurück.

Bürste verfilzte Stellen sofort aus. Ein einzelner Filzknoten kann durch Ziehen an der Haut einen Hot Spot auslösen.