Herzuntersuchung
Eine Herzuntersuchung beim Hund ist eine diagnostische Untersuchung zur Beurteilung der Herzfunktion und zum Erkennen von Herzerkrankungen durch Abhören, Ultraschall und weitere bildgebende Verfahren.
Inhalt
Wann benötigt mein Hund eine Herzuntersuchung?
Dein Tierarzt empfiehlt eine Herzuntersuchung, wenn dein Hund beim Abhören ein Herzgeräusch zeigt oder Symptome wie anhaltenden Husten, Atemnot oder plötzliche Schwäche entwickelt. Bei älteren Hunden gehört sie oft zur Routine vor Narkosen.
Aufmerksam werden solltest du, wenn dein Hund nach normalen Aktivitäten ungewöhnlich stark hechelt oder sich weniger bewegen möchte. Cavalier King Charles Spaniels, Dobermänner und Deutsche Schäferhunde haben ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen – bei diesen Rassen empfehlen viele Tierärzte regelmässige Kontrollen ab dem mittleren Alter.
Wie läuft eine Herzuntersuchung beim Hund ab?
Die Basisuntersuchung beginnt mit dem Abhören des Herzens per Stethoskop. Dein Tierarzt achtet dabei auf Herzfrequenz, Rhythmus und mögliche Geräusche. Er tastet die Herzgegend ab, um die Stärke des Herzschlags zu beurteilen.
Zeigen sich dabei Auffälligkeiten, folgt meist ein Herzultraschall. Dein Hund liegt dafür seitlich auf einem Untersuchungstisch, während der Tierarzt mit dem Ultraschallkopf über die rasierte Brustwand fährt. Die meisten Hunde tolerieren das gut – nur sehr unruhige Tiere benötigen eine leichte Beruhigung.
Ein EKG zeichnet die elektrischen Herzimpulse auf. Dafür werden kleine Klemmen an den Pfoten und am Brustkorb befestigt. Röntgenbilder zeigen die Herzgrösse und eventuelle Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge.
Was kosten Herzuntersuchungen beim Hund?
Eine Herzauskultation kostet als Teil der allgemeinen Untersuchung etwa 15–25 Franken. Der Herzultraschall schlägt mit 80–150 Franken zu Buche, ein EKG mit 30–60 Franken.
Wer eine umfassende Herzdiagnostik mit Ultraschall, EKG und Röntgen möchte, rechnet mit 200–400 Franken. Spezialkliniken mit Kardiologen verlangen oft höhere Preise, bieten dafür aber auch detailliertere Diagnostik.
Was bedeuten die häufigsten Herzgeräusche?
Herzgeräusche werden in Grade von 1 bis 6 eingeteilt. Grad 1 und 2 sind oft harmlos, besonders bei jungen Hunden. Ab Grad 3 liegt meist eine strukturelle Veränderung vor, die weitere Untersuchungen rechtfertigt.
Das häufigste Herzgeräusch bei älteren kleinen Hunden entsteht durch undichte Herzklappen. Bei grossen Hunden deutet ein Geräusch öfter auf eine Herzmuskelerkrankung hin. Sicher unterscheiden lässt sich das nur per Ultraschall.
Wie bereite ich meinen Hund auf die Untersuchung vor?
Ist ein Röntgen oder eine Sedierung geplant, bringe deinen Hund nüchtern in die Praxis. Für Ultraschall und EKG ist das nicht erforderlich.
Plane genug Zeit ein – eine gründliche Herzdiagnostik dauert 30 bis 60 Minuten. Ängstliche Hunde kommen entspannter in die Untersuchung, wenn sie die Praxis schon vorab beim Schnuppern kennengelernt haben.
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