DPO / TPO – OP Hüftgelenksdysplasie
DPO (Dorsal Pelvic Osteotomy) und TPO (Triple Pelvic Osteotomy) sind Operationsmethoden bei Hüftdysplasie, bei denen der Beckenknochen durchtrennt und neu positioniert wird, um die Hüftpfanne über den Hüftkopf zu drehen.
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DPO (Dorsal Pelvic Osteotomy) und TPO (Triple Pelvic Osteotomy) sind Operationsmethoden bei Hüftdysplasie, bei denen der Beckenknochen durchtrennt und neu positioniert wird, um die Hüftpfanne über den Hüftkopf zu drehen.
Für welche Hunde kommen DPO und TPO infrage?
Beide Verfahren eignen sich für Hunde zwischen 4 und 12 Monaten, deren Hüftgelenke noch keine Arthrose entwickelt haben. Der Hüftkopf muss rund und unbeschädigt sein. Bei älteren Hunden oder fortgeschrittener Gelenkschädigung greifen Tierchirurgen meist zur Hüft-TEP.
Wie unterscheiden sich DPO und TPO?
Bei der DPO wird nur der hintere Beckenknochen geschnitten – die Operation dauert etwa 45 Minuten pro Seite. Die TPO erfordert drei Schnitte am Beckenknochen und eine komplexere Neuausrichtung, benötigt aber nur eine Platte zur Fixierung. Beide Methoden drehen die Hüftpfanne um 15-30 Grad, um den Hüftkopf besser zu umschliessen.
Was kostet eine DPO oder TPO?
Eine einseitige DPO kostet zwischen 2.500 und 3.500 Euro, eine TPO zwischen 3.000 und 4.500 Euro. Bei beidseitiger Operation verdoppeln sich die Kosten. Hinzu kommen Nachkontrollen und Physiotherapie für weitere 500-800 Euro.
Wie erfolgreich sind diese Operationen?
Studien zeigen bei 85-90 Prozent der operierten Hunde eine deutliche Verbesserung der Lahmheit. Die Arthrose-Entwicklung verlangsamt sich messbar. Beste Ergebnisse erzielen Hunde unter 8 Monaten mit milden bis moderaten HD-Graden.
Was passiert nach der Operation?
Die ersten sechs Wochen sind Boxenruhe angesagt – nur kurze Gassirunden an der Leine. Physiotherapie beginnt ab Woche drei mit passiven Bewegungen. Volle Belastung ist nach 10-12 Wochen möglich, wenn die Röntgenkontrolle eine vollständige Knochenheilung zeigt.
Welche Komplikationen können auftreten?
Nervenschäden am Hüftnerv treten bei etwa 5 Prozent der TPO-Operationen auf und können zu dauerhafter Lahmheit führen. Infektionen sind selten (unter 2 Prozent), Implantat-Lockerungen kommen bei unsachgemässer Nachsorge vor.
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