Wiki · Ernährung

Hering

2 Min Lesezeit
Hering
Definition

Hering ist ein Salzwasserfisch mit aussergewöhnlich hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, der sich als regelmässige Futterergänzung für Hunde eignet.

Inhalt
  1. Was unterscheidet Hering von anderen Futterfischen?
  2. Welche Heringszubereitung ist für Hunde optimal?
  3. Wie viel Hering verträgt ein Hund?
  4. Was passiert bei der Grätenfrage?
  5. Warum reagieren manche Hunde schlecht auf Hering?

Hering ist ein fettreicher Meeresfisch, der gelegentlich in der Hundeernährung eingesetzt wird. Er liefert hochwertiges Eiweiss sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, deren Gehalt je nach Fischart und Herkunft variieren kann.

Was unterscheidet Hering von anderen Futterfischen?

Hering frisst Plankton und kleine Krebstiere und steht ziemlich weit unten in der Nahrungskette. Zum Vergleich: Thunfisch ist deutlich stärker belastet.

Welche Heringszubereitung ist für Hunde optimal?

Ganzer Hering ohne Kopf, bei 80 °C etwa 12 bis 15 Minuten im Dämpfer ist die Methode, bei der die Nährstoffe am besten erhalten bleiben.

Wer das einmal ausprobiert hat, merkt schnell: Die Gräten werden nach dem Dämpfen weich und lassen sich viel leichter herausziehen als beim rohen Fisch.

Tiefgefrorener Hering aus dem Supermarkt ist übrigens genauso nährstoffreich wie frischer und das Einfrieren hat noch einen Bonus: es tötet potenzielle Parasiten ab.

So geht’s konkret: Fisch auftauen lassen, Kopf ab, in den Dämpfeinsatz für 12 Minuten. Danach etwas abkühlen lassen. Dann lässt sich die Hauptgräte oft in einem Zug herausziehen, und die Seitengräten lösen sich meist in ganzen Stücken; das geht mit den Fingern ganz gut.

Wie viel Hering verträgt ein Hund?

Als Faustregel gilt: nur gelegentlich und in kleinen Mengen, angepasst an das Körpergewicht. Grössere Hunde bekommen entsprechend mehr gedämpften Hering als kleine. So profitiert dein Hund von den Omega-3-Fettsäuren, ohne dass die Verdauung ins Straucheln gerät.

Was passiert bei der Grätenfrage?

Heringsgräten sind von Natur aus weicher als etwa die von Dorsch oder Zander. Trotzdem können sie Probleme machen, wenn man nicht aufpasst. Die Hauptgräte lässt sich nach dem Dämpfen meistens in einem Stück herausziehen. Bei den feinen Seitengräten gibt es einen simplen Haustest: Kannst du sie zwischen den Fingern zerdrücken? Dann sind sie auch für den Hund kein Risiko.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will oder einen wählerischen Hund hat,  püriert den gedämpften Hering einfach mit dem Stabmixer.

Das erledigt das Grätenproblem ein für alle Mal und macht den Fisch auch für Hunde akzeptabel, die sonst skeptisch an neue Zutaten herangehen.

Warum reagieren manche Hunde schlecht auf Hering?

Das liegt meistens am Histamin. Nicht mehr ganz frischer Hering kann einen erhöhten Histamingehalt haben, und das vertragen empfindliche Hunde schlecht – Juckreiz oder Unruhe können die Folge sein.

Das passiert vor allem, wenn der Fisch längere Zeit ungekühlt lag. Tiefgefrorener Hering umgeht dieses Problem zuverlässig, denn Histamin bildet sich erst nach dem Auftauen.

Hunde mit empfindlichem Magen sollten ohnehin langsam eingewöhnt werden: erst mal 10 bis 15 Gramm, schauen wie’s bekommt, dann langsam steigern.