Hering
Hering ist ein Salzwasserfisch mit außergewöhnlich hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, der sich als regelmäßige Futterergänzung für Hunde eignet.
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Hering ist so eine Sache – viele Hundehalter greifen reflexartig zu Lachs, obwohl der kleine Atlantikhering beim Omega-3-Gehalt die Nase vorn hat. 1,8 Gramm pro 100 Gramm Fisch, verglichen mit 1,4 g beim Lachs und 1,6 g bei der Makrele. Dazu kommt hochwertiges Protein, und das Ganze kostet einen Bruchteil. Als regelmässige Futterergänzung für Hunde macht Hering also mehr her, als sein schlichtes Image vermuten lässt.
Was unterscheidet Hering von anderen Futterfischen?
Hering frisst Plankton und kleine Krebstiere – er steht ziemlich weit unten in der Nahrungskette. Das hat einen handfesten Vorteil: Schwermetalle reichern sich kaum an. Der Quecksilbergehalt liegt im Schnitt bei gerade mal 0,04 mg/kg. Zum Vergleich: Thunfisch kommt auf 0,3 mg/kg, Schwertfisch sogar auf 1,0 mg/kg. Wer seinem Hund also regelmässig Fisch geben möchte, ohne sich ständig Gedanken über Schadstoffbelastung zu machen, ist mit Hering gut beraten. Obendrauf liefert er mehr EPA und DHA – die beiden Omega-3-Fettsäuren, auf die es wirklich ankommt – als die meisten anderen bezahlbaren Fischarten.
Welche Heringszubereitung ist für Hunde optimal?
Ganzer Hering ohne Kopf, bei 80 °C etwa 12 bis 15 Minuten im Dämpfer – das ist die Methode, bei der die Nährstoffe am besten erhalten bleiben. Wer das einmal ausprobiert hat, merkt schnell: Die Gräten werden nach dem Dämpfen weich und lassen sich viel leichter herausziehen als beim rohen Fisch. Tiefgefrorener Hering aus dem Supermarkt ist übrigens genauso nährstoffreich wie frischer – und das Einfrieren hat noch einen Bonus: es tötet potenzielle Parasiten ab.
So geht’s konkret: Fisch auftauen lassen, Kopf ab, in den Dämpfeinsatz für 12 Minuten. Danach etwas abkühlen lassen. Dann lässt sich die Hauptgräte oft in einem Zug herausziehen, und die Seitengräten lösen sich meist in ganzen Stücken – das geht mit den Fingern ganz gut.
Wie viel Hering verträgt ein Hund pro Woche?
Als Faustregel gilt: 2 bis 3 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, höchstens zweimal die Woche. Ein Hund mit 25 Kilogramm kommt damit auf 50 bis 75 Gramm gedämpften Hering pro Fütterung – das sind ungefähr 900 bis 1350 mg Omega-3-Fettsäuren. Genug, damit die entzündungshemmende Wirkung greift, aber nicht so viel, dass die Verdauung ins Straucheln gerät.
Bei kleinen Hunden unter 10 Kilogramm sollte man vorsichtiger sein. Ihr Verdauungssystem reagiert sensibler auf den hohen Fettgehalt – 20 bis 30 Gramm pro Portion reichen da vollkommen aus.
Was passiert bei der Grätenfrage?
Heringsgräten sind von Natur aus weicher als etwa die von Dorsch oder Zander. Trotzdem können sie Probleme machen, wenn man nicht aufpasst. Die Hauptgräte lässt sich nach dem Dämpfen meistens in einem Stück herausziehen. Bei den feinen Seitengräten gibt es einen simplen Haustest: Kannst du sie zwischen den Fingern zerdrücken? Dann sind sie auch für den Hund kein Risiko.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen will – oder einen wählerischen Hund hat – püriert den gedämpften Hering einfach mit dem Stabmixer. Das erledigt das Grätenproblem ein für alle Mal und macht den Fisch auch für Hunde akzeptabel, die sonst skeptisch an neue Zutaten herangehen.
Warum reagieren manche Hunde schlecht auf Hering?
Das liegt meistens am Histamin. Nicht mehr ganz frischer Hering kann einen erhöhten Histamingehalt haben, und das vertragen empfindliche Hunde schlecht – Juckreiz oder Unruhe können die Folge sein. Das passiert vor allem, wenn der Fisch längere Zeit ungekühlt lag. Tiefgefrorener Hering umgeht dieses Problem zuverlässig, denn Histamin bildet sich erst nach dem Auftauen.
Hunde mit empfindlichem Magen sollten ohnehin langsam eingewöhnt werden: erst mal 10 bis 15 Gramm, schauen wie’s bekommt, dann langsam steigern.
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