Futterunverträglichkeit
Futterunverträglichkeit bei Hunden beschreibt unerwünschte Reaktionen auf bestimmte Futterbestandteile – entweder als echte Allergie mit Immunreaktion oder als Intoleranz ohne Immunsystem-Beteiligung.
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Futterunverträglichkeit bei Hunden bezeichnet unerwünschte Reaktionen auf bestimmte Futterbestandteile – entweder als echte Allergie mit Immunreaktion oder als Intoleranz ohne Beteiligung des Immunsystems.
Was unterscheidet Allergie von Intoleranz?
Bei einer Futterallergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Proteine. Die häufigsten Auslöser sind Rind (34 %), Milchprodukte (17 %) und Huhn (15 %) – Getreideallergien sind entgegen landläufiger Meinung seltener als Fleischallergien.
Eine Intoleranz läuft ohne Immunreaktion ab. Der Körper kann bestimmte Stoffe nicht richtig verarbeiten – wie Laktose bei Hunden, denen das Enzym Laktase fehlt. Das Ergebnis: Durchfall und Blähungen, aber keine Hautreaktionen.
Wie zeigen sich Futterprobleme beim Hund?
Allergien äussern sich meist über die Haut: juckende Ohren, Pfotenlecken, gerötete Achseln. Ein Hund, der sich plötzlich die Pfoten wund leckt, obwohl er seit Monaten dasselbe Futter erhält, könnte eine Allergie entwickelt haben.
Intoleranzen treffen den Magen-Darm-Trakt: weicher Kot wenige Stunden nach dem Fressen, Blähungen oder gelegentliches Erbrechen. Ein Welpe, der nach dem Übergang auf Adulthundefutter Durchfall erhält, zeigt oft eine Unverträglichkeit gegen neue Proteinquellen.
Wie funktioniert die Diagnose per Ausschlussdiät?
Die Ausschlussdiät dauert mindestens acht Wochen und gilt als Goldstandard der Diagnose. Du fütterst eine Proteinquelle, die dein Hund noch nie erhalten hat – zum Beispiel Pferd oder Känguru – plus eine unbekannte Kohlenhydratquelle wie Süsskartoffel.
Nach sechs bis acht symptomfreien Wochen testest du die alten Futterbestandteile einzeln wieder ein. Kehren die Symptome innerhalb weniger Tage zurück, hast du den Auslöser gefunden. Manche Tierärzte verkürzen diesen Zeitraum – dabei übersieht man leicht Reaktionen, die erst verzögert auftreten.
Was ist bei der Futterumstellung zu beachten?
Hypoallergenes Futter aus dem Zoofachhandel reicht oft nicht aus, weil es Spuren bekannter Allergene enthalten kann. Tierärztliche Diätfutter werden unter strengeren Bedingungen produziert.
Ein abrupter Futterwechsel kann selbst Probleme verursachen – auch wenn das neue Futter ideal wäre. Die Darmflora benötigt etwa sieben bis zehn Tage, um sich anzupassen. Deshalb immer schrittweise umstellen: 75 % altes Futter und 25 % neues am ersten Tag, dann täglich das Verhältnis verschieben.
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