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Gynäkologie

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Gynäkologie
Definition

Die Gynäkologie beim Hund beschäftigt sich mit allen Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane – von der Gebärmutter über die Eierstöcke bis hin zum Gesäuge.

Inhalt
  1. Welche gynäkologischen Erkrankungen kommen bei Hündinnen vor?
  2. Wann benötigt meine Hündin gynäkologische Behandlung?
  3. Wie läuft eine gynäkologische Untersuchung ab?
  4. Kastration als Vorbeugung?

Die Gynäkologie beim Hund befasst sich mit allen Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane – von der Gebärmutter über die Eierstöcke bis hin zum Gesäuge.

Welche gynäkologischen Erkrankungen kommen bei Hündinnen vor?

Gebärmutterentzündungen (Pyometra) sind der häufigste Notfall. Die Gebärmutter füllt sich mit Eiter, oft sechs bis acht Wochen nach der Läufigkeit. Deine Hündin wirkt apathisch, trinkt übermässig und erbricht.

Mammatumore treten bei etwa jeder vierten unkastrierten Hündin über zehn Jahren auf. Du ertastest Knoten im Gesäuge, die schnell wachsen können. Die Hälfte aller Mammatumore bei Hündinnen ist bösartig.

Scheinträchtigkeiten entstehen durch Hormonverschiebungen nach der Läufigkeit. Deine Hündin baut Nester, produziert Milch und umsorgt Spielzeug wie Welpen. Das Verhalten klingt nach vier bis sechs Wochen ab.

Wann benötigt meine Hündin gynäkologische Behandlung?

Bei eitrigem Scheidenausfluss gehört die Hündin sofort zum Tierarzt. Dasselbe gilt für Knoten im Gesäuge, die du beim Streicheln ertastest.

Wenn deine Hündin nach der Läufigkeit wochenlang keine Ruhe findet, Nester baut oder aggressiv ihr Spielzeug verteidigt, kann eine hormonelle Behandlung nötig sein.

Wie läuft eine gynäkologische Untersuchung ab?

Der Tierarzt tastet Bauch und Gesäuge ab und macht einen Ultraschall der Gebärmutter. Bei Bedarf nimmt er auch Blut ab. Eine gynäkologische Grunduntersuchung kostet 50 bis 80 Euro.

Bei Tumoren folgt meist eine Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung. Das kostet zusätzlich 80 bis 120 Euro, liefert aber Klarheit darüber, ob der Befund gut- oder bösartig ist.

Kastration als Vorbeugung?

Eine Kastration vor der ersten Läufigkeit reduziert das Mammakrebsrisiko auf unter ein Prozent. Nach der zweiten Läufigkeit sinkt dieser Schutzeffekt deutlich.

Die Kastration verhindert auch Gebärmutterentzündungen vollständig – logisch, denn ohne Gebärmutter kann sich dort nichts entzünden.