Grundkommandos
Grundkommandos sind sechs verlässliche Signale, mit denen dein Hund in jeder Alltagssituation ansprechbar bleibt und sich sicher orientieren kann.
Inhalt
Grundkommandos sind sechs verlässliche Signale, mit denen dein Hund in jeder Alltagssituation ansprechbar bleibt und sich sicher orientieren kann.
Die 6 wichtigsten Grundkommandos
Jeder Hund sollte diese sechs Signale zuverlässig ausführen:
- Sitz: Hund setzt sich. Stoppt Bewegung sofort, etwa vor einer Strasse.
- Platz: Hund legt sich ab. Längeres Warten, etwa im Restaurant oder Tierarzt-Wartezimmer.
- Bleib: Hund verharrt in Position bis zum Auflösungssignal. Sicherheit wenn Kinder vorbeirennen oder Radfahrer kommen.
- Komm: Rückruf zum Menschen. Überlebenswichtiges Signal für Freilauf und Notsituationen.
- Aus: Sofortiges Loslassen oder Abbruch. Wenn der Hund Schokolade findet oder an der Leine zieht.
- Fuss: Hund läuft am linken Bein mit. Für enge Wege, Hundebegegnungen oder belebte Innenstädte.
Typische Trainingsfehler
Der Rückruf klappt zu Hause, aber im Park ignoriert dein Hund dich? Das liegt meist an drei Punkten:
Viele Halter trainieren nur in reizarmer Umgebung. Ein „Komm“ das nur im Wohnzimmer funktioniert, ist im Alltag wertlos.
Andere verwenden das Signal inflationär. Wer zehnmal „Sitz“ ruft bis der Hund reagiert, macht das Kommando bedeutungslos.
Oft ist auch die Belohnung zu schwach. Ein lustloser Kommentar konkurriert nicht mit einem Eichhörnchen oder anderen Hunden.
So trainierst du Grundkommandos
Beginne mit dem Sitz-Signal in der Küche: Leckerli über die Hundenase, langsam nach hinten führen bis das Gesäss den Boden berührt. In dem Moment sagst du „Sitz“ und gibst das Leckerli. Wiederhole das fünfmal täglich für eine Woche.
Erst wenn dein Hund das Signal in der Küche zu 80 Prozent ausführt, übst du im Garten. Dann im Park, mit anderen Hunden in der Nähe, bei Regen – jede Umgebung erfordert neue Übung.
Die Faustregel: Ein Kommando gilt als sicher, wenn dein Hund es in zehn verschiedenen Situationen befolgt. Nicht früher.
Ab welchem Alter kannst du beginnen?
Welpen ab der achten Lebenswoche können bereits „Sitz“ und „Komm“ lernen. Ihr Gehirn ist in dieser Phase besonders aufnahmefähig.
Beschränke dich aber auf fünf Minuten täglich. Ein müder Welpe lernt nichts, ein überförderter auch nicht.
Auch zwölfjährige Hunde lernen neue Kommandos – allerdings langsamer als junge. Rechne mit doppelter Trainingszeit, aber derselben Lernfähigkeit.
Wenn der Hund Kommandos ignoriert
Ignoriert dein Hund ein trainiertes Kommando, liegt das meist am Timing oder der Belohnung. Prüfe: Gibst du das Signal im richtigen Moment? Ist die Ablenkung zu stark? Ist deine Belohnung attraktiv genug?
Gehe einen Schwierigkeitsgrad zurück. Funktioniert „Komm“ nicht im Park, übe wieder im Garten. Trainiere dich zur Situation hoch, nicht den Hund zur Perfektion.
Niemals ein Kommando wiederholen das ignoriert wird. Lieber zum Hund gehen, ihn anleinen und die Situation beenden.
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