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Granatapfel

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Granatapfel
Definition

Granatapfel ist eine Frucht mit antioxidativen Pflanzenstoffen, deren Fruchtfleisch in kleinen Mengen für Hunde geeignet sein kann, während die Kerne und Schale nur eingeschränkt verträglich sind.

Inhalt
  1. Sind Granatapfel-Kerne für Hunde gefährlich?
  2. Wie viel Granatapfel-Fruchtfleisch ist unbedenklich?
  3. Warum vertragen Hunde Granatapfel schlechter als Menschen?
  4. Welche Symptome zeigen sich bei Granatapfel-Unverträglichkeit?
  5. Welche Früchte sind bessere Alternativen?

Der Granatapfel (Punica granatum) ist eine Fruchtpflanze, deren Samen von einer fleischigen, säuerlich-süssen Fruchthülle umgeben sind und die reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen ist. In der Hundeernährung wird Granatapfel nur in kleinen Mengen und meist in verarbeiteter Form eingesetzt, da die harte Schale und die Kerne für Hunde schwer verdaulich sein können.

Die enthaltenen bioaktiven Substanzen werden in der Forschung vor allem im Zusammenhang mit antioxidativen Eigenschaften untersucht, während die praktische Relevanz in der Hundeernährung insgesamt als ergänzend gilt.

Sind Granatapfel-Kerne für Hunde gefährlich?

Kurz gesagt Ja. Die harten Samenhüllen passieren den Hundedarm unverdaut und reizen dabei die Schleimhäute, ohne dass der Körper irgendetwas davon verwerten kann.

Bei einem 20-Kilo-Hund können schon 10 bis 15 verschluckte Kerne zu Erbrechen oder Durchfall führen.

Bei kleinen Hunden unter 10 Kilo kommt noch die Verschluckungsgefahr hinzu. Ein Hund dieser Größe, der versehentlich mehrere Kerne schluckt, kann eine Darmirritation entwickeln, die sich durch Würgen und Unruhe äußert.

Wie viel Granatapfel-Fruchtfleisch ist unbedenklich?

Das rote Fruchtfleisch ohne Kerne darf in wirklich kleinen Mengen gelegentlich gefüttert werden. Wirklich klein heißt: bei einem 10-Kilo-Hund maximal ein Teelöffel, bei einem 30-Kilo-Hund höchstens ein Esslöffel. Und nicht täglich, denn das ist kein Alltagsfutter.

Warum so zurückhaltend? Der hohe Gerbstoffgehalt kann selbst im kernfreien Fruchtfleisch Magenreizungen auslösen.

Hunde mit empfindlichem Verdauungssystem reagieren manchmal schon auf kleinste Mengen. Weicher Kot ist dann das erste Zeichen, dass es doch zu viel war.

Warum vertragen Hunde Granatapfel schlechter als Menschen?

Das liegt an der Physiologie,. Der pH-Wert im Hundemagen ist saurer als beim Menschen, die natürlichen Fruchtsäuren reizen dort also stärker. Hinzu kommt: Hunde produzieren weniger der Enzyme, die Gerbstoffe (sogenannte Tannine) neutralisieren könnten.

Dann ist da noch der Fruchtzucker. Menschen verstoffwechseln Fruktose problemlos, bei Hunden kann sie zu Blutzuckerschwankungen führen.

Für diabetische Tiere ist das besonders heikel, hier sollte Granatapfel grundsätzlich tabu sein.

Welche Symptome zeigen sich bei Granatapfel-Unverträglichkeit?

Die typischen Anzeichen kommen meist 2 bis 6 Stunden nach dem Verzehr: Würgen, schaumiges Erbrechen, wässriger Durchfall. Manche Hunde zeigen dazu Appetitlosigkeit oder einen aufgeblähten Bauch. Beides Signale, dass der Magen-Darm-Trakt gerade kämpft.

Dauern die Symptome länger als 12 Stunden an, oder ist Blut im Erbrochenen? Dann sofort zum Tierarzt. Erst recht, wenn der Hund zusätzlich teilnahmslos wirkt und sich nicht mehr bewegen will.

Welche Früchte sind bessere Alternativen?

Blaubeeren sind eine der sinnvollsten Alternativen. Sie haben ähnliche Antioxidantien, aber ohne die problematischen Gerbstoffe. Geschälte Apfelstücke, natürlich ohne Kerne, liefern Vitamine und sind leicht verdaulich. Und Banane in kleinen Mengen unterstützt sogar aktiv die Verdauung, dank der enthaltenen Pektine.

Für heiße Sommertage ist kernlose Wassermelone kaum zu schlagen: viel Flüssigkeit, kaum Säurebelastung, und die meisten Hunde mögen sie total gern.