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Gelenkersatz

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Gelenkersatz
Inhalt
  1. Was ist ein Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) bei Tieren?
  2. Wie wird ein Gelenkersatz bei Tieren durchgeführt?
  3. Wann wird ein Gelenkersatz bei Tieren angewandt?
  4. Welche Risiken birgt ein Gelenkersatz bei Tieren?

Was ist ein Gelenkersatz (Künstliches Gelenk, Endoprothese) bei Tieren?

Beim Gelenkersatz wird ein erkranktes Gelenk operativ entfernt und durch ein künstliches Gelenk, die sogenannte Endoprothese, ersetzt. Ziel des Eingriffs ist es, starke Schmerzen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit des Tieres wiederherzustellen. Am häufigsten kommt der Gelenkersatz bei Hunden und Katzen zum Einsatz, etwa am Hüft-, Ellbogen- oder Kniegelenk.

Wie wird ein Gelenkersatz bei Tieren durchgeführt?

Die Operation findet unter Vollnarkose statt. Das betroffene Gelenk wird steril vorbereitet: Das Tier wird rasiert, gewaschen und desinfiziert. Anschliessend öffnet der Tierarzt das Gelenk, entfernt die beschädigten Gelenkanteile und setzt die Endoprothese ein. Unterschieden wird zwischen zementierten und zementierten Implantaten, beim zementierten Verfahren dient der Knochenzement als Verbindungsschicht zwischen Knochen und Implantat.

Nach dem Einsetzen wird die Wunde vernäht. Das Tier erhält Schmerzmittel und Antibiotika; der korrekte Sitz des Implantats wird per Röntgen kontrolliert. In den ersten Wochen nach dem Eingriff sind abrupte Bewegungen zu vermeiden. Vorsichtige Krankengymnastik unterstützt die Heilung. Regelmässige Röntgenkontrollen sind notwendig, um den Verlauf zu beobachten und Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Wann wird ein Gelenkersatz bei Tieren angewandt?

Ein Gelenkersatz ist angezeigt, wenn das Gelenk stark geschädigt ist und konservative Massnahmen wie Schmerzmittel oder Krankengymnastik nicht mehr ausreichen. Typische Erkrankungen, die einen solchen Eingriff nötig machen können, sind Arthrose und andere degenerative Gelenkerkrankungen. Häufig betroffen sind ausgewachsene Hunde grosser Rassen mit ausgeprägten Beschwerden.

Bei noch nicht ausgewachsenen Tieren sowie bei Tieren mit zusätzlichen orthopädischen oder chronischen Infektionserkrankungen ist ein Gelenkersatz in der Regel nicht empfehlenswert.

Welche Risiken birgt ein Gelenkersatz bei Tieren?

Der Gelenkersatz bei Tieren geht mit einer relativ hohen Komplikationsrate von bis zu 30 Prozent einher. Mögliche Komplikationen umfassen:

  • Lockerung des Implantats
  • Infektionen
  • Luxationen (Ausrenkungen)
  • Brüche der beteiligten Knochen (z.B. Oberschenkelknochen bei Hüftgelenksersatz)
  • Bruch des Implantats selbst

Wie hoch das Risiko ausfällt, hängt massgeblich von der Erfahrung des operierenden Tierarztes ab. Gelingt der Eingriff, kann das künstliche Gelenk dem Tier eine deutlich verbesserte Lebensqualität und Beweglichkeit zurückgeben. Vorteile und Risiken sollten im Gespräch mit dem Tierarzt sorgfältig abgewogen werden.