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Gastropexie

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Gastropexie
Definition

Die Gastropexie ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem der Magen dauerhaft an die Bauchwand genäht wird, um Magendrehungen zu verhindern.

Inhalt
  1. Was passiert bei einer Gastropexie?
  2. Welche Hunde sollten gastropexiert werden?
  3. Was kostet eine Gastropexie?
  4. Wie läuft die Nachsorge ab?
  5. Welche Risiken bestehen?

Was passiert bei einer Gastropexie?

Der Chirurg näht den Magen dauerhaft an die rechte Bauchwand – meist mit drei bis vier nicht auflösbaren Nähten. Die Operation dauert 30 bis 45 Minuten und verhindert, dass sich der Magen jemals um die eigene Achse drehen kann.

Zwei Operationstechniken stehen zur Wahl: Bei der offenen Gastropexie öffnet der Tierarzt die Bauchhöhle vollständig. Die laparoskopische Variante funktioniert über kleine Schnitte – der Hund erholt sich schneller, aber nicht jede Praxis bietet sie an.

Welche Hunde sollten gastropexiert werden?

Deutsche Doggen, Bernhardiner und andere Riesenrassen haben ein Magendrehungsrisiko von bis zu 40 Prozent. Ab 35 Kilogramm Körpergewicht und schmaler, tiefer Brust steigt das Risiko messbar.

Der ideale Zeitpunkt liegt zwischen 12 und 18 Monaten – oft kombiniert mit der Kastration. Einmaliger Eingriff, lebenslanger Schutz.

Was kostet eine Gastropexie?

Die Kosten liegen zwischen 800 und 2.000 Euro, abhängig von Operationstechnik und Region. Laparoskopische Eingriffe kosten etwa 300 bis 500 Euro mehr als die offene Variante.

Eine Notfall-Operation bei bereits eingetretener Magendrehung kostet das Drei- bis Fünffache – und rettet längst nicht jeden Hund.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Die ersten 24 Stunden nur kleine Wassermengen alle zwei Stunden. Ab Tag zwei wieder normales Fressen, aber in kleineren Portionen über den Tag verteilt.

Zehn Tage Leinenpflicht, keine Sprünge, kein Toben. Die Hautfäden werden nach 10 bis 14 Tagen gezogen – die inneren Nähte bleiben dauerhaft.

Welche Risiken bestehen?

Narkoserisiken bei gesunden Hunden unter 0,1 Prozent. Wundinfektionen kommen in etwa zwei Prozent der Fälle vor – erkennbar an Rötung, Schwellung oder übelriechendem Ausfluss.

Ein gastropexierter Magen kann sich niemals wieder drehen. Die Lebensqualität bleibt vollständig erhalten – keine Einschränkungen bei Fütterung oder Bewegung nach der Heilung.