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Gallensteine

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Gallensteine
Definition

Gallensteine sind kristalline Ablagerungen aus Cholesterin, Kalzium oder Gallenpigmenten, die sich in der Gallenblase des Hundes bilden.

Inhalt
  1. Welche Hunde bekommen Gallensteine?
  2. Wie erkenne ich Gallensteine beim Hund?
  3. Was verursacht Gallensteine bei Hunden?
  4. Wie werden Gallensteine behandelt?

Gallensteine sind kristalline Ablagerungen aus Cholesterin, Kalzium oder Gallenpigmenten, die sich in der Gallenblase des Hundes bilden.

Welche Hunde bekommen Gallensteine?

Gallensteine treten vor allem bei älteren Hunden ab acht Jahren auf. Kleine Rassen wie Cocker Spaniel, Shetland Sheepdog und Zwergschnauzer entwickeln deutlich häufiger Gallensteine als große Rassen. Hündinnen sind dreimal öfter betroffen als Rüden.

Übergewichtige Hunde haben ein vierfach erhöhtes Risiko. Bei Hunden mit Schilddrüsenunterfunktion steigt die Wahrscheinlichkeit zusätzlich, da der verlangsamte Stoffwechsel die Gallenflüssigkeit verdickt.

Wie erkenne ich Gallensteine beim Hund?

Die meisten Hunde mit Gallensteinen zeigen zunächst keine Symptome. Probleme entstehen erst, wenn Steine die Gallengänge blockieren.

Typische Anzeichen sind anhaltende Bauchschmerzen nach dem Fressen – der Hund zeigt eine gebückte Haltung oder meidet Berührungen am Bauch. Wiederholtes Erbrechen tritt besonders nach fettreichen Mahlzeiten auf.

Ein Alarmsignal ist Gelbsucht: Die Maulschleimhäute, das Zahnfleisch und das Weiße der Augen färben sich gelblich. Dieser Zustand entsteht, wenn Gallensteine den Gallengang komplett verschließen.

Was verursacht Gallensteine bei Hunden?

Die Hauptursache ist eine veränderte Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit. Bei übergewichtigen Hunden steigt der Cholesteringehalt in der Galle, während sich gleichzeitig die Gallenblase langsamer entleert.

Chronische Entzündungen der Gallenblase begünstigen die Steinbildung. Bakterien produzieren Enzyme, die Gallensalze in unlösliche Verbindungen umwandeln. Diese lagern sich als Kristalle ab.

Wie werden Gallensteine behandelt?

Kleine, symptomlose Steine überwacht der Tierarzt regelmäßig per Ultraschall. Eine fettarme Diät verhindert starke Gallenblasen-Kontraktionen und reduziert Beschwerden.

Bei Gallengang-Blockaden ist eine Notoperation nötig. Der Chirurg entfernt entweder nur die Steine oder die gesamte Gallenblase. Hunde überleben problemlos ohne Gallenblase, da die Leber die Gallenfunktion übernimmt.

Medikamente lösen Gallensteine beim Hund nicht auf – anders als beim Menschen gibt es keine wirksamen Gallensäure-Präparate für Hunde.