Follikel
Ein Follikel ist eine kleine, bläschenförmige Struktur im Eierstock der Hündin, die eine heranreifende Eizelle enthält und schützt.
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Ein Follikel ist eine kleine, bläschenförmige Struktur im Eierstock der Hündin, die eine heranreifende Eizelle enthält und schützt. Während der Läufigkeit reifen mehrere Follikel heran, platzen beim Eisprung und setzen die Eizelle frei – der Moment, in dem eine Befruchtung möglich wird.
Wann müssen Hundehalter über Follikel Bescheid wissen?
Das Thema Follikel wird relevant, wenn du züchten möchtest oder Probleme mit der Läufigkeit deiner Hündin auftreten. Tierärzte sprechen von Follikeln bei der Deckzeitpunktbestimmung oder wenn Fruchtbarkeitsprobleme abgeklärt werden. Auch bei hormonellen Störungen wie ausbleibender Läufigkeit spielt die Follikelentwicklung eine Rolle.
Für den normalen Alltag mit einer nicht zur Zucht vorgesehenen Hündin ist dieses Wissen weniger relevant. Anders bei Züchtern: Sie lassen oft Ultraschalluntersuchungen machen, um die Follikelentwicklung zu verfolgen und den optimalen Deckzeitpunkt zu bestimmen.
Wie entwickeln sich Follikel während der Läufigkeit?
Die Follikelentwicklung läuft in drei Phasen ab, die du als Hundehalter an äußeren Anzeichen erkennen kannst.
Vorphase (Proöstrus): Mehrere Follikel beginnen zu wachsen und produzieren Östrogen. Du siehst die ersten Anzeichen der Läufigkeit – blutigen Ausfluss und eine geschwollene Vulva. Diese Phase dauert meist 7-10 Tage.
Hauptphase (Östrus): Der dominanteste Follikel platzt und setzt die Eizelle frei. Der Ausfluss wird heller, die Hündin lässt sich decken. Diese Phase dauert etwa 5-9 Tage und ist die fruchtbare Zeit.
Nachphase (Metöstrus): Aus dem geplatzten Follikel entsteht der Gelbkörper, der Progesteron produziert. Die Hündin wird wieder abweisend gegenüber Rüden.
Was passiert bei gestörter Follikelentwicklung?
Manche Hündinnen haben Probleme mit der Follikelreifung. Das merkst du daran, dass die Läufigkeit ausbleibt, unregelmäßig wird oder keine Trächtigkeit eintritt, obwohl gedeckt wurde.
Zystische Follikel: Manchmal platzen Follikel nicht und werden zu Zysten. Die Hündin zeigt Dauerbrunst-Verhalten oder verlängerte Läufigkeit. Eine Ultraschalluntersuchung beim Tierarzt bringt Klarheit.
Hormonelle Störungen: Stress, Erkrankungen oder genetische Faktoren können die Hormonproduktion durcheinanderbringen. Follikel entwickeln sich dann nicht richtig oder der Eisprung bleibt aus.
Wie wird die Follikelentwicklung untersucht?
Tierärzte nutzen hauptsächlich Ultraschall, um Follikel sichtbar zu machen. Dabei siehst du auf dem Monitor kleine, dunkle Bläschen in den Eierstöcken. Je näher der Eisprung, desto größer werden die dominanten Follikel.
Zusätzlich werden Blutuntersuchungen gemacht, um Hormonspiegel zu messen. Besonders der Progesteronwert zeigt an, ob der Eisprung bereits stattgefunden hat.
Diese Untersuchungen sind teuer und aufwendig – sie lohnen sich hauptsächlich bei Zuchthündinnen oder wenn konkrete Fruchtbarkeitsprobleme vorliegen.
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