Fesseln
Die Fesseln sind der untere Bereich der Vorder- oder Hinterbeine zwischen dem Sprunggelenk und den Zehen.
Inhalt
Was sind die Fesseln beim Hund?
Die Fesseln – das ist der untere Abschnitt der Vorder- oder Hinterbeine, grob zwischen dem Sprunggelenk und den Zehen. Anatomisch heisst diese Zone Metakarpus (Vorderbein) bzw. Metatarsus (Hinterbein). Dahinter stecken fünf schlanke Röhrenknochen, zusammengehalten von einem dichten Geflecht aus Sehnen, Bändern und Muskeln. Klingt unspektakulär – ist es aber nicht.
Warum sind die Fesseln für die Bewegung so entscheidend?
Stell dir vor, dein Hund galoppiert über die Wiese und landet nach einem Sprung. In diesem Moment übernehmen die Fesseln die Rolle von Stossdämpfern: Sie federn den Aufprall ab und leiten die Kraft weiter zu den grösseren Knochen der Gliedmassen. Bei einem 25-Kilo-Hund im Galopp können dabei Kräfte entstehen, die das Dreifache des Körpergewichts erreichen. Kein Wunder also, dass diese Region zu den mechanisch am stärksten belasteten Stellen im ganzen Hundekörper zählt.
Welche Verletzungen der Fesseln kommen häufig vor?
Zerrungen der Beugesehnen passieren oft bei abrupten Richtungswechseln oder Sprüngen auf hartem Untergrund. Der Hund lahmt dann deutlich und schont das betroffene Bein. Stauchungen entstehen typischerweise bei Landungen aus grösserer Höhe – der Bereich schwillt an und reagiert druckempfindlich. Brüche der Mittelfussknochen sind seltener, aber deutlich ernster: Meistens sind Tritte oder Stürze die Ursache.
Wichtig zu wissen: Ein ernstzunehmendes Warnsignal ist, wenn dein Hund nach dem Aufstehen die ersten Schritte steif geht oder ein Bein schont. Schwellungen, die sich warm anfühlen, oder sichtbare Schmerzreaktionen beim Berühren der Fesseln – das ist nichts, was man erstmal abwarten sollte. Ab zum Tierarzt.
Wie stärkst du die Fesseln deines Hundes?
Der einfachste Trick: Wechsel die Untergründe. Kies, Sand, Waldboden, kurze Asphaltpassagen – jeder Untergrund fordert andere Muskelgruppen und trainiert ganz nebenbei die Stabilisierungsmuskulatur rund um die Fesseln. Wer gezielt üben möchte, kann langsame Slalom-Runden um Pylonen oder Bäume einbauen. Der Hund muss dabei sein Gewicht kontrolliert verlagern und die kleinen Stabilisatoren aktivieren – das merkt man übrigens auch ihm an, er wird konzentrierter.
Schwimmen ist ebenfalls eine gute Wahl: Die Gelenke werden geschont, die Muskulatur trotzdem gegen den Wasserwiderstand gefordert. Was du dagegen lieber lassen solltest: Übungen auf sehr hartem Boden und abrupte Stopps beim Ballspiel. Beides belastet die Fesseln übermässig.
Wann brauchst du Schutzausrüstung für die Fesseln?
Hundeschuhe machen Sinn, wenn es über scharfkantiges Geröll oder gefrorenen Boden geht. Sie verhindern Schnittverletzungen und puffern unebene Oberflächen ab. Für Hunde mit bereits vorgeschädigten Fesseln gibt es stabilisierende Bandagen, die den Bewegungsradius gezielt begrenzen und die Heilung unterstützen.
Bei intensivem Hundesport – Agility, Coursing und ähnlichem – können elastische Fesselbandagen das Verletzungsrisiko senken. Der Fachbegriff dafür lautet propriozeptive Unterstützung: Der Hund spürt die Position seiner Beine präziser und reagiert schneller auf Unebenheiten. Praktisch, auch wenn sich der Begriff sperrig anhört.
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