Extinktion
Extinktion (aus dem Lateinischen für „Auslöschung“) bezeichnet in der Hundeerziehung und im Tierverhalten das Ausbleiben einer zuvor erlernten Verhaltensreaktion. Wird ein Verhalten nicht mehr belohnt oder beachtet, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund es künftig zeigt.
Wie funktioniert Extinktion?
Ein Hund springt regelmässig auf, wenn er seine Bezugsperson sieht, weil er dafür in der Vergangenheit Streicheleinheiten erhalten hat. Sobald die Belohnung ausbleibt und das Aufspringen keine Reaktion mehr hervorruft, stellt der Hund das Verhalten mit der Zeit ein.
Wann ist Extinktion sinnvoll?
Extinktion eignet sich zum Abbau unerwünschter Verhaltensweisen wie:
- Betteln beim Essen
- Anspringen von Menschen
- Übermässiges Bellen
Was beim Training zu beachten ist
Konsistenz: Alle Personen im Haushalt und im Kontakt mit dem Hund müssen das Verhalten konsequent ignorieren. Schon eine einzige Belohnung kann den Lernprozess zurückwerfen.
Extinktionsausbruch: Das unerwünschte Verhalten kann zunächst intensiver und häufiger auftreten, der Hund prüft, ob die gewohnte Belohnung doch noch erreichbar ist. Gerade in dieser Phase ist konsequentes Durchhalten entscheidend.
Alternative Verhaltensweisen: Parallel sollte der Hund lernen, welches Verhalten erwünscht ist. Die erwünschte Alternative wird aktiv belohnt und gibt dem Hund eine klare Handlungsoption.
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