Degenerative Myelopathie
Degenerative Myelopathie (DM) ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung bei Hunden, die dem Krankheitsbild der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) beim Menschen ähnelt. Sie betrifft hauptsächlich ältere Hunde und führt zu einer Degeneration der Rückenmarksnerven.
Was ist Degenerative Myelopathie?
Degenerative Myelopathie ist durch den langsamen Abbau der weissen Substanz des Rückenmarks gekennzeichnet. Dieser Abbau führt zur Schwächung der Hinterbeine, Koordinationsstörungen und schliesslich zur Lähmung.
Symptome und Anzeichen
Die ersten Anzeichen von DM können subtil sein und schreiten allmählich fort. Zu den Symptomen gehören:
- Schwäche in den Hinterbeinen
- Schwierigkeiten beim Aufstehen oder beim Treppensteigen
- Taumeln oder Schwanken beim Gehen
- Kreuzen der Hinterbeine beim Gehen
- Muskelschwund
Mit Fortschreiten der Krankheit können Hunde Inkontinenz entwickeln und verlieren schliesslich die Fähigkeit, sich mit den Hinterbeinen fortzubewegen.
Diagnose
Die Diagnose von DM wird durch Ausschluss anderer möglicher Ursachen für die Symptome gestellt, etwa Bandscheibenvorfälle oder Tumore. Bildgebende Verfahren und eine gründliche neurologische Untersuchung sind Teil des Diagnoseprozesses. Ein DNA-Test kann die für DM bekannte Mutation im SOD1-Gen nachweisen.
Genetik und Vererbung
Degenerative Myelopathie ist eine Erkrankung, die mit einer Mutation im SOD1-Gen in Verbindung gebracht wird. Der Vererbungsmodus ist komplex und kann autosomal-rezessiv mit einer unvollständigen Penetranz sein, was bedeutet, dass nicht alle Hunde mit zwei Kopien des mutierten Gens Symptome entwickeln.
Behandlung und Management
Es gibt keine Heilung für DM. Die Behandlung konzentriert sich auf die Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit und die Aufrechterhaltung der Lebensqualität des Hundes. Physiotherapie, regelmässige Bewegung und unterstützende Hilfsmittel wie Rollwagen können betroffenen Hunden helfen, mobil zu bleiben.
Zucht und Prävention
Genetische Tests auf die SOD1-Mutation können Züchtern dabei helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, um die Wahrscheinlichkeit der Verbreitung von DM zu reduzieren. Hunde, die als Träger identifiziert werden, sollten nicht mit anderen Trägern gepaart werden.
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