Championat
Ein Championat ist ein offizieller Titel für Hunde, die bei Ausstellungen oder Leistungsprüfungen eine festgelegte Punktzahl erreicht haben – im VDH beispielsweise 15 Anwartschaften mit mindestens drei verschiedenen Richtern.
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Ein Championat ist ein offizieller Titel für Hunde, die bei Ausstellungen oder Leistungsprüfungen eine festgelegte Punktzahl erreicht haben – im VDH beispielsweise 15 Anwartschaften mit mindestens drei verschiedenen Richtern.
Welche Arten von Championaten gibt es?
Das Schönheitschampionat ist das bekannteste. Richter beurteilen, ob dein Hund dem Rassestandard entspricht – Anatomie, Bewegung, Wesen. Im VDH benötigst du vier CAC-Anwartschaften (Certificat d’Aptitude au Championnat), davon mindestens eine nach dem ersten Lebensjahr.
Beim Leistungschampionat zählen Ergebnisse in Agility, Obedience oder Fährtenarbeit. Ein Agility-Champion im VDH benötigt fünf A3-Siege mit null Fehlern. Das dauert oft Jahre – selbst bei talentierten Hunden.
Arbeitschampionate bestehen für jagdlich geführte Rassen oder Hütehunde. Ein Jagdhund wird nach bestandener VJP und zwei erfolgreichen HZP-Prüfungen zum Leistungssieger. Bei Schweizer Sennenhunden existiert ein spezieller Zugprüfungs-Champion.
Was kostet der Weg zum Champion?
Eine nationale Ausstellung kostet 25–40 Euro Nenngeld. Rechne mit rund zehn bis fünfzehn Starts für ein Championat – das macht 300–600 Euro allein an Nenngeldern. Dazu kommen Fahrtkosten, oft Übernachtung, professionelles Handling ab 80 Euro pro Show.
Internationale Ausstellungen sind teurer: Das Nenngeld liegt bei 50–70 Euro, dafür sammelst du CACIB-Anwartschaften für den Internationalen Champion schneller. Drei CACIB in zwei Ländern bei drei Richtern – theoretisch in einem Jahr machbar.
Wie lange dauert es bis zum Titel?
Das hängt von der Konkurrenz ab. In seltenen Rassen mit wenigen Teilnehmern schafft man es in einem Jahr. Bei Deutschen Schäferhunden oder Golden Retrievern kann es drei Jahre dauern – die Konkurrenz ist gross.
Meine Erfahrung: Plane zwei bis drei Ausstellungszyklen ein. Hunde haben schlechte Tage, Richter haben Vorlieben, manchmal steht plötzlich ein spektakulärer Junghund da.
Welchen Nutzen hat ein Champion-Titel?
Für Züchter ist er Qualitätsnachweis. Champion-Nachkommen verkaufen sich für 300–500 Euro mehr pro Welpe. Bei vier Welpen im Wurf amortisiert sich der Titel-Aufwand schnell.
Als Hobbyhalter gewinnst du Anerkennung in der Szene und Zugang zu Deckrüden-Linien, die sonst verschlossen bleiben. Der Stolz ist echt – aber der Aufwand auch.
Gibt es Alternativen zum klassischen Championat?
Der Jugend-Champion richtet sich an Hunde unter 24 Monaten. Den Veteranen-Champion können Hunde ab sieben Jahren anstreben. Über Rassevereine existiert ausserdem der Club-Champion – mit oft niedrigeren Anforderungen als beim VDH-Champion.
Welche Organisationen vergeben Titel?
VDH (Deutschland), ÖKV (Österreich), SKG (Schweiz). Alle drei erkennen gegenseitig FCI-Titel an. Nationale Titel gelten nur im jeweiligen Land.
Was bedeutet CAC und CACIB?
CAC = nationaler Anwartschafts-Schein. CACIB = internationaler Anwartschafts-Schein. Sammle die nötige Anzahl für deinen gewünschten Titel.
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