Hoopers
Hoopers ist ein Hundesport bei dem Hunde durch Bögen (Hoops) laufen statt über Hindernisse zu springen.
Inhalt
Hoopers ist ein Hundesport, bei dem Hunde durch Bögen (Hoops) laufen statt über Hindernisse zu springen. Der Halter bleibt an einem festen Platz und lenkt den Hund nur durch Stimme und Körpersprache durch den Parcours.
Woher kommt Hoopers und was ist der Unterschied zu Agility?
Hoopers entstand als gelenkschonende Alternative zu Agility. Während beim Agility Sprünge das Herzstück bilden, durchläuft dein Hund beim Hoopers fliessende Bögen. Die Bögen sind meist 60–80 cm hoch und bieten eine freie Durchlaufhöhe ohne Sprungbalken.
Der wichtigste Unterschied: Du bewegst dich nicht mit. Beim Agility läufst du neben deinem Hund durch den Parcours. Beim Hoopers bleibst du in einem markierten Bereich und gibst alle Anweisungen aus der Distanz, eine echte Herausforderung für die Kommunikation zwischen Mensch und Hund.
Für welche Hunde eignet sich Hoopers?
Hoopers passt zu fast jedem Hund – aber nicht aus den Gründen, die oft genannt werden. Ein 12-jähriger Labrador mit Arthrose kann genauso teilnehmen wie ein 8 Monate alter Border Collie, dessen Wachstumsfugen noch nicht geschlossen sind.
Besonders profitieren Hunde, die gerne selbständig arbeiten. Hütehunde wie Australian Shepherds oder Border Collies finden hier oft ihre Berufung, weil sie auf Distanz agieren können. Aber auch Terrier, die sonst eher eigensinnig sind, lernen durch die klare Parcours-Struktur erstaunlich gut zu kooperieren.
Weniger geeignet ist Hoopers für Hunde mit extremer Trennungsangst, da die räumliche Distanz zum Halter sie überfordern kann.
Wie trainiert man die Distanzarbeit beim Hoopers?
Die grösste Hürde ist meist nicht das Durchlaufen der Bögen, sondern das Arbeiten auf Distanz. Viele Hunde kehren instinktiv zu ihrem Menschen zurück, statt den nächsten Bogen anzusteuern.
Beginne mit einem einzigen Bogen. Stelle dich drei Meter davon entfernt auf und schicke deinen Hund mit „Durch“ hindurch. Belohne erst, wenn er komplett durchgelaufen ist und nicht schon nach dem ersten Schritt in deine Richtung umkehrt.
Beim Aufbau mehrerer Bögen hilft das „Target-Training“. Lege hinter den letzten Bogen ein Leckerli oder Spielzeug. Dein Hund lernt so, dass der Parcours ein Ziel hat, das er erreichen soll, nicht nur dein Lob.
Welche Ausrüstung benötigt man für Hoopers?
Die Grundausstattung für Hoopers ist überschaubarer als bei den meisten anderen Hundesportarten. Du benötigst mindestens drei bis vier Bögen, um einen sinnvollen Parcours aufzubauen. Je nach Hersteller kosten sie zwischen 40 und 80 Euro pro Stück.
Zusätzliche Elemente wie Tunnel, Fässer oder kleine Hürden erweitern die Möglichkeiten. Im Gegensatz zu Agility-Geräten müssen sie weder höhenverstellbar noch besonders robust sein, da sie nicht übersprungen werden.
Für den Anfang reichen auch selbstgebaute Bögen aus Pool-Nudeln oder Gartenschläuchen. Die meisten Hundeschulen bieten Schnupperstunden an, in denen du die Sportart mit vorhandener Ausrüstung testen kannst.
Gibt es Wettkämpfe im Hoopers?
Hoopers-Wettkämpfe finden nach verschiedenen Regelsystemen statt. Am verbreitetsten sind die Regeln der Agility Association, die auch für Hoopers adaptiert wurden. Teams durchlaufen einen vorgegebenen Parcours und werden nach Zeit und Fehlerpunkten bewertet.
In Deutschland organisiert der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) offizielle Hoopers-Prüfungen. Diese beginnen bei der Begleithundprüfung ähnlichen Einsteigertests und reichen bis zu komplexen Parcours mit 15–20 Hindernissen.
Beim Hoopers existieren zudem reine Distanz-Wettbewerbe, bei denen der Abstand zwischen Hundeführer und Parcours sukzessive vergrössert wird, das ist beim Agility nicht üblich.
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