Caninus
Caninus ist der anatomische Fachbegriff für die Eckzähne des Hundes – jene vier langen, spitzen Fangzähne, die links und rechts im Ober- und Unterkiefer stehen.
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Caninus ist der anatomische Fachbegriff für die Eckzähne des Hundes – jene vier langen, spitzen Fangzähne, die du links und rechts im Ober- und Unterkiefer siehst. Diese kraftvollen Zähne durchbrechen bei Welpen zwischen dem 3. und 5. Lebensmonat und bleiben ein Leben lang die wichtigsten Werkzeuge zum Packen, Festhalten und Zerteilen von Futter.
Warum sind die Canini anatomisch so besonders?
Die Eckzähne haben die längsten Wurzeln aller Hundezähne – bis zu 5 cm tief im Kiefer verankert. Ihre gebogene Form ermöglicht es, Beute oder Gegenstände sicher zu greifen, ohne dass sie aus dem Maul rutschen. Bei einem 30-Kilogramm-Hund können die Canini einen Beißdruck von über 150 kg pro Quadratzentimeter ausüben.
Welche Probleme treten an den Eckzähnen häufig auf?
Zahnstein sammelt sich besonders an der Basis der Canini, da sich dort Speichel und Futterreste stauen. Bei Hunden, die hauptsächlich Nassfutter bekommen, entsteht dieser gelblich-braune Belag bereits ab dem zweiten Lebensjahr. Unbehandelt führt er zu Zahnfleischentzündungen und im schlimmsten Fall zum Zahnverlust.
Abgebrochene Eckzähne entstehen oft durch das Kauen auf harten Gegenständen wie Steinen oder Tennisbällen. Ein angebrochener Caninus schmerzt extrem, da das Zahnmark freiliegt – der Hund wird das Kauen auf der betroffenen Seite vermeiden.
Wie erkennst du Probleme an den Eckzähnen?
Dein Hund kaut einseitig oder lässt Futter fallen, wenn ein Eckzahn schmerzt. Starker Mundgeruch deutet auf fortgeschrittenen Zahnstein hin. Gesunde Canini sind weiss bis leicht elfenbeinfarben – braune oder schwarze Verfärbungen zeigen Probleme an.
Hebe die Lefzen deines Hundes vorsichtig an und schaue dir die Eckzähne einmal wöchentlich an. Das Zahnfleisch um die Zahnbasis sollte rosa sein, nicht gerötet oder geschwollen.
Was hilft bei der Pflege der Eckzähne wirklich?
Zweimal wöchentliches Zähneputzen mit einer weichen Hundezahnbürste entfernt Beläge, bevor sie zu Zahnstein werden. Spezielle Zahnpasten für Hunde enthalten Enzyme, die bakterielle Beläge auflösen – verwende nie Menschenzahnpasta, da das Fluorid für Hunde schädlich ist.
Kauartikel aus getrocknetem Rinderpansen oder rohe Markknochen trainieren die Kaumuskulatur und reinigen mechanisch. Vermeide jedoch Geweihe oder gekochte Knochen – sie sind zu hart und können die Eckzähne absplittern lassen.
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