Blutuntersuchungen
Eine Blutuntersuchung beim Hund ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem verschiedene Blutwerte gemessen werden, um Krankheiten zu erkennen oder den Gesundheitszustand zu überwachen.
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Eine Blutuntersuchung beim Hund ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem verschiedene Blutwerte gemessen werden, um Krankheiten zu erkennen oder den Gesundheitszustand zu überwachen.
Welche Arten von Blutuntersuchungen gibt es beim Hund?
Das kleine Blutbild misst die Anzahl und Form der Blutzellen. Dazu gehören rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weisse Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Der Hämatokrit-Wert zeigt an, wie dick das Blut ist.
Das grosse Blutbild erweitert diese Analyse um eine genaue Aufschlüsselung der weissen Blutkörperchen. Tierärzte können damit Infektionen, Allergien oder Autoimmunerkrankungen besser eingrenzen.
Biochemische Blutuntersuchungen messen Organfunktionen. Leberwerte (ALT, AST), Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff) und Blutzucker geben Aufschluss über den Stoffwechsel deines Hundes.
Wie läuft die Blutentnahme beim Hund ab?
Die Blutentnahme erfolgt meist an der Vena cephalica am Vorderbein oder der Vena saphena am Hinterbein. Bei grösseren Hunden nutzen Tierärzte manchmal die Halsvene.
Ein Helfer fixiert deinen Hund sanft, während die Einstichstelle geschoren und desinfiziert wird. Die Vene wird gestaut, damit sie besser sichtbar wird. Der eigentliche Einstich dauert nur wenige Sekunden.
Nach der Entnahme wird die Einstichstelle etwa eine Minute lang komprimiert. Ein kleiner Tupfer oder Pflaster schützt die Stelle vor Verunreinigungen.
Wann braucht mein Hund eine Blutuntersuchung?
Vor Operationen checken Tierärzte die Narkosefähigkeit über Blutgerinnungs- und Organwerte. Bei älteren Hunden ab sieben Jahren empfehlen viele Praxen jährliche Blutchecks als Vorsorge.
Akute Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Schwäche können eine sofortige Blutanalyse nötig machen. Auch bei Verdacht auf Vergiftungen liefert das Blut entscheidende Hinweise.
Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenprobleme erfordern regelmässige Kontrollen der entsprechenden Werte.
Welche Risiken hat eine Blutentnahme?
Blutergüsse an der Einstichstelle verschwinden normalerweise innerhalb von drei bis fünf Tagen. Stress-empfindliche Hunde können während der Behandlung hecheln oder zittern.
Infektionen sind extrem selten, da die Einstichstelle steril behandelt wird. Bei sehr unruhigen Hunden kann eine leichte Sedierung notwendig sein.
Die entnommene Blutmenge (meist 2-10ml) ist für gesunde Hunde unbedenklich – selbst bei kleinen Rassen.
Was kosten Blutuntersuchungen beim Hund?
Ein kleines Blutbild kostet etwa 15-25 Euro, ein grosses Blutbild 25-40 Euro. Biochemische Profile liegen zwischen 30-80 Euro je nach Umfang der untersuchten Parameter.
Spezialanalysen wie Schilddrüsenhormone oder Allergie-Tests können 50-150 Euro kosten. Notfall-Blutuntersuchungen am Wochenende sind oft teurer.
Die Ergebnisse liegen bei Routine-Untersuchungen meist am nächsten Tag vor. In Notfällen können Basiswerte innerhalb von 15-30 Minuten vorliegen.
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